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Pilot-Projekt: Öfter das Auto teilen

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Mission Carsharing: (v.l.) Patrick Ansbacher (B.A.U.M. Consult), Augustinus Meusel (Landratsamt), Norbert Neugebauer (Ebersberger Auto-Teiler) , Klaus Breindl (Vaterstettener Auto-Teiler) und Hartmut Krietemeyer (MVV). foto: stefan rossmann
Mission Carsharing: (v.l.) Patrick Ansbacher (B.A.U.M. Consult), Augustinus Meusel (Landratsamt), Norbert Neugebauer (Ebersberger Auto-Teiler) , Klaus Breindl (Vaterstettener Auto-Teiler) und Hartmut Krietemeyer (MVV). foto: stefan rossmann

Landkeis Ebersberg - Ein Auto mit anderen zu teilen. Das ist nichts neues. Das sogenannte „Carsharing“ ist mittlerweile ein Begriff. Angebote und Nutzer finden sich jedoch hauptsächlich in großen Städten. Der Kreis Ebersberg will ein Pilot-Projekt starten, zeigen, dass ein Erfolg auch außerhalb möglich ist.

Anmelden, Beitrag zahlen, Zündschlüssel drehen und los geht’s. Ganz einfach. Das sogenannte „Carsharing“ hat sich entwickelt, ist attraktiver geworden und hat sich in Bayern auf das Münchner Umland ausgebreitet. Für viele Nutzer ist es eine Alternative zum eigenen Auto oder zum Zweitwagen geworden, bestätigt eine aktuelle Studie des MVV.

Der Landkreis Ebersberg ist Vorreiter, berichtet der MVV. Hier ist das „Auto teilen“ besonders beliebt. Sieben verschiedene Organisationen, die über 40 Autos anbieten, gibt es verteilt im ganzen Landkreis. Damit liegt Ebersberg bundesweit vorn. Zum Vergleich: im benachbarten Landkreis Erding gibt es aktuell nur drei Wagen.

Ein Prozent der Ebersberger mit Führerschein sind momentan Mitglied und Nutzer bei einem der Carsharing-Anbieter. Das reicht der Projektgruppe, zusammengestellt aus Vertretern des MVV, der Regional- und Unternehmensberatung B.A.U.M. Consult, der verschiedenen Auto-Teiler des Landkreises und Mitarbeitern des Landratsamts, nicht. „Wir wollen 10 Prozent“, sagt Klaus Breindl. Bis zum Jahr 2030 will die Projektgruppe ihr Mobilitätskonzept umsetzen und als Modellregion für flächendeckendes Carsharing glänzen.

Es wird umfassend aufgestockt: Jede Gemeinde im Landkreis Ebersberg, die über 1000 Einwohner zählt, soll eine Car-Sharing Station bekommen. „Je mehr Nutzer mitmachen, desto besser funktioniert’s“, sagt Norbert Neugebauer. Aktuell gibt es Carsharing-Stationen in Ebersberg, Grafing, Vaterstetten, Zorneding, Poing und Baldham. Bald soll Kirchseeon erschlossen werden.

Desweiteren soll jeder Bürger auf mindestens zwei Fahrzeuge im Umkreis von weniger als einem Kilometer um seine eigene Wohnung zugreifen können. Der Landkreis Ebersberg soll beweisen, dass flächendeckendes Carsharing auch in teils ländlichen Regionen möglich ist. „Das Konzept soll in Deutschland Schule machen“, sagt Breindl. Jetzt sind die Verantwortlichen auf der Suche nach Partnern, die das Projekt voran treiben.

Von Carolin Nuscheler

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