Bauunternehmer (43) wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht

Angeklagter hüllt sich in Schweigen

Landkreis - Ein selbstständiger Bauunternehmer (43) aus dem südlichen Landkreis muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht München II verantworten, weil er die Tochter seiner Lebensgefährtin missbraucht haben soll.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, dass er sich von Sommer 2008 bis Sommer 2010 mindestens 27 Mal an dem Mädchen, das damals zwölf und 13 Jahre alt war, vergangen haben soll. Der Angeklagte, der dafür eine Woche in Untersuchungshaft saß, bestreitet die Taten. Er hat sich aber zu Prozessauftakt noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Ausgesagt hat er bisher nur zu seiner Person. Demnach stammt er aus Karlsfeld, wo er auch eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker machte. Anschließend arbeitete er in Karlsfeld, Berlin und München, bevor er sich mit der Renovierung und Sanierung von Häusern selbstständig machte. Inzwischen wohnt er im Landkreis München.

Im Jahr 2007 zog der Angeklagte mit seiner damaligen Freundin und deren Tochter zusammen. Als das Kind zwölf Jahre alt war, soll er damit begonnen haben, es unsittlich zu berühren. In der Folgezeit hätten sich die Übergriffe dann deutlich gesteigert. Sie fanden laut Anklage meist im Kinderzimmer statt. Zuletzt soll er sich auch im Urlaub in Cavalino (Italien) an dem Mädchen vergriffen haben, während dessen Mutter im selben Wohnmobil schlief.

Laut Anklage verschlechterten sich nach einer Weile des mutmaßlichen Missbrauchs die schulischen Leistungen des Kindes, woraufhin es der Angeklagte anschrie und Hausarrest verhängte. Weil sich auch die Beziehung zwischen ihm und seiner Lebensgefährtin verschlechtert hatte, soll das Mädchen befürchtet haben, dass er Mutter und Tochter aus der Wohnung werfen werde, wenn sie etwas sage. Der Angeklagte wird sich laut Verteidiger Joachim Schwarzenau in einem Brief zu den Vorwürfen äußern.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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