Zugewachsen: Der Bahndamm zwischen Grafing und Glonn soll für Radfahrer und Spaziergänger geöffnet werden. sro

Landrat verteidigt Bahndamm-Idee

Landkreis - Neue Runde im Streit um den alten Bahndamm zwischen Grafing-Bahnhof und Glonn: Landrat Robert Niedergesäß (CSU) hat jetzt sein Eintreten für den Umbau zum Rad- und Wanderweg verteidigt. Seine Haltung war zuvor von Naturschützern scharf kritisiert worden.

„So viel Zuspruch und Aufmerksamkeit wie zu diesem Projekt habe ich noch nie erlebt. Das heißt, dass wir ein Thema aufgegriffen haben, das die Menschen im Süden des Landkreises sehr bewegt und zwar mehrheitlich sehr positiv. In den letzten Wochen habe ich in zahlreichen Mails und Gesprächen einen starken Zuspruch erhalten,“ sagt Robert Niedergesäß.

Der Landrat betont, dass es mitnichten eine neue Idee von ihm, dem Stimmkreisabgeordneten Thomas Huber, sowie den ersten bzw. zweiten Bürgermeistern aus Grafing, Bruck, Moosach und Glonn oder der CSU gewesen sei. Vielmehr habe man eine gut 40 Jahre alte Idee, die bereits mehrfach von Bürgern, Vereinen oder anderen Gruppierungen eingebracht wurde und die bei den Bürgern auf breite Sympathie stoße, wieder aufgegriffen und wolle sie nun ernsthaft prüfen. Neu an der Initiative sei aber vielleicht, dass nun Vertreter aller beteiligten Gemeinden und der Landkreis dieses sinnvolle Projekt gemeinsam anpacken wollen. „Bisher gab es meist nur Einzelinitiativen und wohl keine aktive Unterstützung aus dem Landratsamt, dies sei nun anders,“ so Niedergesäß.

Er begrüßt daher auch die Initiative des Glonner Kulturvereins, der den Bahndamm im Bereich Glonn auch als Wanderweg nutzen wolle.

Niedergesäß weiter: „Ich sehe auch nicht ein, dass hier ständig ein Gegensatz zwischen Naturschutz und Naherholung aufgebaut wird. Das Projekt Wander- und Radweg auf dem alten Bahndamm sei eine einmalige Chance, Natur, Naherholung und Geschichte miteinander in Einklang zu bringen und nicht gegeneinander.“ Den Kritikern des Projektes versichert der Landrat, dass es sich hier mitnichten um eine „Wahlkampfente“ handele, sondern er und die Unterstützer dieses Projekt sehr ernst nähmen und alles daran setzen würden, für die Bürger des Landkreises einen attraktiven Rad- und auch Wanderweg zwischen Grafing und Glonn umsetzen zu können. „Selbstverständlich müssen dabei auch die Belange des Naturschutzes ausführlich geprüft und gewürdigt werden“, sagt der Landrat. (ac)

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