Die Kirchseeoner Kinder mit Staatssekretär Marcel Huber beim Käsemachen. Foto: kn

Staatssekretär Huber holt Stier auf die Welt

Kirchseeon - igentlich hätte ja der Besuch des Staatssekretärs Marcel Huber die Attraktion des Tages für die Kirchseeoner Schulkinder werden sollen. Aber dann stahl ein Kälbchen dem Herrn Politiker die Schau. Macht nix. Das „Stierkaibi“ soll jetzt „Marcel“ heißen.

Die Kirchseeoner Kinder waren eine Woche lang auf dem Seiml-Hof in Ilzham bei Obing im Landkreis Traunstein zu Gast. Sie lernten dort, wie man Käse macht oder Brot bäckt. Auf dem Bauernhof von Landwirt Thomas Mitterer werden pro Jahr etwa 7000 Übernachtungen gezählt. Der Seiml-Hof wurde für sein Lernkonzept für Kinder schon ausgezeichnet und erhielt unter anderem einen Innovationspreis.

„Auf unserem Bauernhof in Bayern unweit vom Chiemsee betreiben wir aktiv Milchwirtschaft. Es ist uns ein besonderes Anliegen interessierten Menschen, also Kindern und Erwachsenen, neben Erholung und Entspannung auch die Möglichkeit zu bieten, einmal das Leben auf einem Bauernhof mit allem was dazugehört kennen zu lernen“, sagt Bauer Mitterer.

Die Kirchseeoner Kinder der 2. Klasse waren mit Referendarin Barbara Scharf und Lehrerin Christine Kroll auf dem Seiml-Hof, für den sich inzwischen auch die Politik interessiert. Und weil Marcel Huber, der Staatssekretär auch einmal einen „richtigen“ Beruf gelernt hat, lieh er sich vom Bauern Gummistiefel aus, als ihm die Schülerin Aislinn berichtete, dass bei der Kuh „Evi“ hinten „Beine rausschauen“. Huber ist gelernter Tierarzt und so wurden die Kinder Zeuge einer Kälbergeburt.

Insgesamt 24 Schülerinnen und Schüler nahmen an dem Landschulheimaufenthalt teil. Sie wurden auf dem Bauernhof Vollpension versorgt und hatten bei den pädagogischen Programmen „Vom Korn zum Brot“ und „Von der Milch zum Käse“ auch die Gelegenheit, das Erlernte selbst auszuprobieren. Unter anderem durfte in einem Topf mit Kuhmilch unter Verwendung von Lab Käse hergestellt werden, wobei Staatssekretär Huber ein weiteres mal assistierte und die Temperatur der Milch messen musste, bevor es ans Probieren von Käse und Brot ging. Das Kälbchen „Marcel“ aber, das musste Bauer Thomas Mitterer den Kindern bei ihrem Abschied versprechen, soll immer einen Sonderstatus im Stall des Landwirtes haben. Schließlich war ein echter Staatssekretär Geburtshelfer.

Von Michael Seeholzer

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