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Der Speichersee ist ein beliebter Rastplatz für durchziehende Vögel. Jetzt wurde dort der Vogelgrippevirus festgestellt. 

Behörde schlägt Alarm

Vogelgrippe im Landkreis angekommen

Landkreis – Aus dem Verdacht wurde Gewissheit: Die Geflügelgrippe bei Wildvögeln hat jetzt auch den Landkreis Ebersberg erreicht. Das teilte die Kreisbehörde am frühen Mittwochabend mit.

Der Speichersee im Norden des Landkreises ist ein beliebter Rastplatz für massenhaft hier durchziehende Zugvögel. Als Vogelschutzgebiet hat er deshalb sogar einen internationalen Rang. Weil sich aber hier viele Vögel auf ihren weiten Wanderungen treffen, herrscht auch ein vergleichsweise höheres Infektionsrisiko. Ähnlich verhält es sich an den großen Seen in Oberbayern.

Im Landkreis Ebersberg wurde am Mittwoch der Vogelgrippeerreger (Aviäre Influenza Subtyp H5) in zwei Fällen tatsächlich nachgewiesen. „Es handelt sich um einen Schwan und eine Reiherente, die am Wochenende beziehungsweise am Montag am Speichersee und am Michaeliweiher bei Forstinning gefunden und sofort zur Untersuchung an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verbracht worden waren“, informierte das Landratsamt.

Bisher seien bayernweit noch keine Fälle der Vogelgrippe in Nutz- oder Ziergeflügelhaltungen aufgetreten. Vorsorglich habe das Bayerische Umweltministerium jedoch bereits am vergangenen Freitag die Weisung zu einer bayernweiten Aufstallung von Geflügel gegeben.

„Eine entsprechende Allgemeinverfügung wurde vom Landratsamt Ebersberg noch am gleichen Tag bekannt gemacht“, so die Kreisbehörde. Die Verfügung könne auf der Internetseite des Landratsamts unter der Adresse http://www.lra-ebe.de/Aktuelles eingesehen werden. Der Erlass umfasst dabei auch ein Verbot zur Abhaltung von Geflügelmärkten.

Was müssen die Halter von Geflügel im Landkreis Ebersberg jetzt darüber hinaus beachten? „Weitergehende Schutzmaßnahmen wie zum Beispiel die Ausweisung von Sperrbezirken sind nach derzeitiger Risikoeinschätzung des Veterinäramts und in Abstimmung mit den vorgesetzten Behörden nicht erforderlich“, beruhigen die Fachleute.

Die Situation in Bayern und im Landkreis Ebersberg werde jedoch fortlaufend geprüft. „Tote Wildvögel werden von Mitarbeitern des Veterinäramts eingesammelt und beprobt, zudem werden die Geflügelbestände im Landkreis weiterhin genau beobachtet.“

Das Landratsamt sucht darüber hinaus den engen Kontakt zu Züchtern und Haltern von Geflügel. „In diesem Zusammenhang werden alle Geflügelhalter sowohl im Nutz- als auch im Ziergeflügelbereich gebeten, ihre Bestände dem Veterinäramt zu melden, sofern sie nicht bereits registriert sind.“

Das Ebersberger Veterinäramt wies am Mittwochabend außerdem darauf hin, dass diese Meldepflicht auch für solche Geflügelhalter gelte, die nur wenige oder sogar nur ein Tier halten würden. Dieser Meldevorgang soll den Betroffenen so einfach wie möglich gemacht werden.

„Zur erleichterten Abwicklung wird darum gebeten, das auf der Internetseite des Landratsamts eingestellte Meldeformular zu verwenden. Im Übrigen hat das Landratsamt auf seiner Homepage in Zusammenhang mit der Vogelgrippe weitergehende Informationen eingestellt, sodass sich Geflügelhalter und interessierte Bürger umfassend informieren können.“

Die Kreisbehörde weist in diesem Zusammenhang insbesondere auch auf eine aktuelle Eilverordnung des Bundeslandwirtschaftsministeriums für kleine Geflügelhaltungen (ein bis 1000 Stück Geflügel) hin, die bereits seit Montag, 21. November, zu beachten sei.

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