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Wegen des Handels mit mehreren Gramm Marihuana wurde ein 25-jähriger Markt Schwabener zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Amtsgericht

Drogen an Minderjährige verkauft

Ebersberg/Markt Schwaben – Drogenverkauf an Minderjährige: Das findet die Rechtssprechung alles andere als lustig. Genau deshalb ist am Mittwoch vor dem Schöffengericht Ebersberg ein 25-jähriger Markt Schwabener zu 14 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Dass er in seinem Fall mit einer Bewährungsstrafe davonkam, hatte vor allem damit zu tun, dass er bislang keine Vorstrafen besaß, ihm eine gute Sozialprognose attestiert wurde, es bei Marihuana um eine der sogenannten „weichen Drogen“ ging und der junge Mann in weiten Teilen geständig war. Außerdem fanden die ihm zur Last gelegten Geschäfte ganz offensichtlich nicht dazu statt, Geld zu verdienen, sondern um Schulkameraden zu versorgen.

Zudem muss der Angeklagte 1500 Euro Geldstrafe berappen; zu zahlen an eine Drogenpräventionsmaßnahme, und sich innerhalb des nächsten Jahres dreimal einem Drogentest unterziehen. Der Markt Schwabener hatte nämlich nicht nur Drogen veräußert, sondern sich in der Vergangenheit immer wieder auch selbst bedient. Nach eigenen Aussagen sei er inzwischen aber abstinent.

Der Polizei und damit der Staatsanwaltschaft bekannt wurde sein Dealen mit Drogen, wie es oft so ist, per Zufall. Die Polizei Freising hatte im Februar 2015 am Bahnhof der Gemeinde Langenbach (Landkreis Freising) wieder eine routinemäßige Personenkontrolle gemacht. Dabei wurde auch ein junger Langenbacher, Jahrgang 1997, vernommen, der im weiteren Verlauf nicht mehr leugnen konnte, Drogen zu konsumieren. Er wurde deshalb bereits zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Freisinger Polizei untersuchte bei ihm auch das Handy. Und stieß auf einen Chat (den protokollierten Ablauf eines Dialogs), der die Ordnungshüter auf die Spur des 25-jährigen Markt Schwabeners brachte, eines Klassenkameraden aus der Berufsschule Erding.

In der Summe legte die Staatsanwaltschaft dem Schwabener mindestens drei Drogengeschäfte mit dem damals noch minderjährigen Langenbacher zur Last. Eines soll sich im Oktober 2014 auf dem Gelände der Berufsschule abgespielt haben, ein zweites im gleichen Monat in Markt Schwaben vor der Haustür des Angeklagten und das dritte im Dezember 2014 auf dem Parkplatz des Norma-Supermarktes ebenfalls in Markt Schwaben. Die Übergabe auf dem Schulgelände und beim Norma bestätigte der Angeklagte. An einen Deal vor seiner Wohnung konnte er sich nicht erinnern, obgleich die Handy-Daten genau diesen ziemlich deutlich belegten. Nach einigen Beratungsminuten mit seinem Anwalt räumte der Beschuldigte dann auch diesen Vorfall ein, wenngleich genauere Details dazu vor Gericht nicht mehr zutage traten. Am Ende blieben für den Staatsanwalt im Kern zwei Drogenverkäufe an Minderjährige unstrittig. Dabei sei es um 140 Euro gegangen, was in etwa 6,5 Gramm Marihuana entsprochen haben durfte.

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