Marode Laster und unsichere Autos

Markt Schwaben - Schreckliche Unfälle mit Lkw-Beteiligung in den letzten Tagen und Wochen haben nunmehr die Poinger Polizei motiviert, noch genauer hinzusehen als bislang.

Im Bereich der Gemeinde Markt Schwaben wurde eine Geschwindigkeitsüberwachung auf der Staatsstraße 2580, besser bekannt als „Flughafentangente Ost“, durchgeführt. Nach dem tragischen Verkehrsunfall unter Beteiligung eines Sattelzuges bei Nürnberg mit vier Toten wurde diesmal besonderes Augenmerk auf Lkw gelegt, teilte die PI mit. Insgesamt wurden zwei deutsche und drei ausländische Lkw mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit von 81 km/h bis zum traurigen Spitzenreiter mit 88 km/h bei erlaubten 60 Stundenkilometern für Lastkraftwagen festgestellt. Alle Fahrer erwartet nun ein Bußgeld von 70 bzw. 80 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Bei der Kontrolle eines überschnellen portugiesischen Sattelzuges wurden zudem erhebliche technische Mängel festgestellt. Wegen defekter Bremsen musste die Weiterfahrt untersagt und das Fahrzeug abgeschleppt werden. Der Fahrer musste seine Geldbuße über 250 Euro sofort zahlen. Bis zum Ende der Reparatur wurden die Fahrzeugschlüssel einbehalten.

Neben den Lkw waren aber auch Pkw-Fahrer wesentlich zu schnell. Ein Erdinger hatte es mit 146 km/h besonders eilig. Er wird seinen Führerschein für einen Monat abgeben und mit einer 160 Euro-Strafe sowie zwei Punkten rechnen müssen.

Gefährlich wurde es für eine Streifenbesatzung am Nachmittag, als sie in Vater-stetten auf der Möschenfelder Straße Richtung Wertstoffhof einem Pkw mit Anhänger nachfuhr. Plötzlich fielen nämlich während der Fahrt aus dem Anhänger große Plastikkisten und Pappkartons auf die Fahrbahn und vor das Dienstfahrzeug. Der Fahrer des Polizeiautos konnte ausweichen und so eine Kollision mit den Gegenständen verhindern. Der Fahrzeuglenker des Gespanns wurde sofort angehalten und nach der Belehrung über eine ordnungsgemäße Ladungssicherung angezeigt. Er wird sich auf ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einem Punkt einstellen müssen.

Am frühen Abend wurde in Pliening ein 28-jähriger aus dem Landkreis Erding mit seinem „getunten“ Audi RS6e angehalten. Hierbei wurde festgestellt, dass die angebrachte Spurverbreiterung mittels Distanzscheiben eigentlich nicht mit den montierten 245er Reifen in Einklang zu bringen ist. Da die Reifen nämlich im Radkasten anstießen, bestand eine erhebliche Gefahr. Auch hier musste die Weiterfahrt untersagt und ein Bußgeld in Höhe von 90 Euro erhoben werden, teilte die PI Poing mit. ez

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