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Der Markt Schwabener Bahnhof soll ertüchtigt werden.

DB stellt Plan vor

Markt Schwabener Bahnhof soll ab 2020 barrierefrei sein

Markt Schwaben - Die Bahn will den Markt Schwabener Bahnhof ertüchtigen und barrierefrei machen. Die Arbeiten sollen im März 2019 beginnen und Ende 2020 fertig sein. Das Unternehmen stellte jetzt vor Ort seine Planungen vor.

Rund 10.000 Kunden benutzen Tag für Tag den Bahnhof Markt Schwaben. Eine Zahl, die die DB-Abteilungsleiterin Tanja Malt am Montag bei einer öffentlichen Aussprache zum Thema „barrierefreier Umbau des Bahnhofs“ vor gut 100 Bürgern im Unterbräusaal erwähnte. Diese wohl durchaus beachtliche Frequenz drückt zumindest zweierlei aus: Dass der Bahnhof der Marktgemeinde eine große infrastrukturelle Bedeutung für den Ort und die Gemeinde drumherum hat. Und dass es nicht wenige in der Marktgemeinde gibt, denen irgendwie doch daran gelegen ist, dass der beliebte Halte- und Umsteigepunkt für die S 2 und die Regionalzüge in Zukunft so ausgebaut wird, wie es seiner Bedeutung entspricht.

Der Aus- und Umbau ist bahnintern längst beschlossene Sache, zumal auch der Freistaat mit nicht wenig Steuergeld hinter der Sache steht. Die Bahn hat ihre Planungen inzwischen längst öffentlich gemacht. Im Rathaus Markt Schwaben kennt man die Pläne schon seit einiger Zeit. Am Montag sprach die Bahn sprach nunmehr davon, im März 2019 mit der Ertüchtigung beginnen zu wollen und Ende 2020 fertig zu sein.

Die Unterlagen sollen noch heuer im Juli an das Eisenbahn-Bundesamt zur ein- bis zweimonatigen Prüfung weitergeleitet werden. Danach werden sie, wie es heißt, ausgelegt im Rathaus zur Einsicht für jeden Interessierten. Auch Träger öffentlicher Belange werden in diesem Zuge gehört. Man rechnet damit, dass bis April 2018 das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen sein kann. Ob es Einwände gegen das Vorhaben geben wird und wie sie sich verzögernd auswirken werden, steht indes zurzeit noch in den Sternen.

Im Wesentlichen geht es um die Schaffung von Barrierefreiheit, die es bislang schlichtweg nicht gab – trotz der großen täglichen Kundenfrequenzen. Und es geht, zweitens, um eine Gleiserweiterung. Konkret um ein zusätzliches Gleis Nummer 5, was wiederum im Zusammenhang zu sehen ist mit der Schaffung der zweiten Stammstrecke zwischen Ostbahnhof und München-Pasing. Dieses besagte zusätzlich Gleis wird sich im Norden nahe des Parkhauses befinden und dort auch über einen Durchbruch durch die bestehende Schallschutzwand barrierefrei angebunden, erklärten Tanja Malt und der für die technisch-planerische Seite zuständige DB-Mitarbeiter Stefan Kreibich.

Auch die gegenwärtig bestehende Gleise 1 bis 4 werden komplett verändert werden. Einige Bahnsteige werden neu aufgebaut, sie rücken teilweise nach Westen. Um Barrierefreiheit herzustellen, gibt es Absenkungen oder Anhebungen; je nach Zugtyp unterschiedlich. Die Westverschiebung findet aber nicht so statt, dass die Bahnsteige dann einmal zusätzlich über Treppen mit der Fußgängerbrücke verbunden werden könnten, wie es eine Zeit lang geplant war. Diese Idee wurde inzwischen aufgegeben.

Teils werden die Bahnsteige lediglich neu asphaltiert – oder eben ganz neu errichtet bzw. deutlich verlängert auf bis zu 300 Meter Länge. Damit verbunden sind auch neue Überdachungen. Bislang sind diese 63 Meter lang, künftig dann 80 bzw. 105 Meter.

Der Tunnel als unterirdischer Zugang und Verbindung zwischen Norden und Süden wird aus techznischen Gründen verlegt. Um alle Normen zu erfüllen, müssen weitere zusätzliche Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen geschaffen werden. Es wird also nicht bei einer Treppe pro Bahnsteig bleiben. Alle Bahnsteige sind künftig dann auch per Aufzüge zu erreichen. Die beiden als Vorwegmaßnahme vor Jahren schon errichteten Lifte bleiben erhalten. Rolltreppen sind nicht vorgesehen.

Geprüft werden soll nun noch nach entsprechenden Einlassungen von Schwabener Bahnkunden, ob die künftigen Treppen auch Vorrichtungen (etwa Rinnen) bekommen können, in denen man leichter Fahrräder oder Rollkoffer transportieren kann. Da der Um- und Ausbau unter laufendem Betrieb stattfinden wird, sei mit betrieblichen Einschränkungen und Behinderungen zu rechnen, so Kreibich. Auch mit Schienenersatzverkehr sei phasenweise zu rechnen.

Mehrfach sprachen Bürger die Sorge aus, bei allen Aspekten zur Barrierefreiheit könnte der Faktor Schallschutz zu kurz kommen. Die Bahnexperten und auch Bürgermeister Georg Hohmann mühten sich klarzumachen, dass der vorgestellte Umbau Thema des Freistaats sein, der Schallschutz aber eine andere „Baustelle“, die auch aus anderen Töpfen finanziert werde. Durch den Umbau ändere sich nichts an den betrieblichen Abläufen. Irgendwann einmal aber werde man dann doch mehr Züge in Markt Schwaben haben, so ein Einwand von Monika Schützeichel. Sie bat darum, beim anstehenden Aus- und Umbau zumindest daran zu denken, dass man sich den Platz für dann dringend benötigte Schallschutzvorkehrungen nicht selber nehme.

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