Ex-Fußballprofi Thomas Hitzlsperger (2.v.l.) stellte sich für ein Interview zur Verfügung.

Franz-Marc-Gymnasium

Schlemmen für die „Orienthelfer“

Markt Schwaben – Ex-Fußballprofi Thomas Hitzlsperger unterstützt die Schüler des Franz-Marc-Gymnasiums bei ihrem diesjährigen Wohltätigkeits-Essen. Der Erlös geht an den Verein „Orienthelfer“.

Was genau am Freitag, 25. November, dem Tag des ersten Charity-Wohltätigkeitsessens am Franz-Marc-Gymnasium (FMG), auf den sicherlich liebevoll dekortierten und reichlich gedeckten Tischen in der Schulaula serviert werden wird, wollen Tim Zeiff, Kirsten Löffler und Lukas Nahrhaft aus der Q 12 noch nicht verraten. Nur so viel könne man schon jetzt mitteilen, ohne ein gewisses Maß an Spanung zu nehmen: Das P-Seminar, in dem sich die drei engagieren, hat ein Vier-Gänge-Menü zusammengestellt, das mit einem Salat den Anfang machen wird, danach eine Suppe vorsieht, dann ein Fleisch- oder vegetarisches Gericht und zum Abschluss natürlich einen Nachtisch.

Dass die Gäste (erwartet werden ab 19 Uhr etwa 50 Schüler, Lehrer, Eltern und Ehrengäste; Anmeldungen sind nicht mehr möglich) aber Exquisites zu Essen bekommen werden, darum kümmert sich seit Tagen ein Team von rund 40 Schülern der siebten bis zwölften Klasse; P-Seminar-Teilnehmer halt.

Bekannt waren von den bisherigen Aktivitäten dieses Seminars über den Tellerrand der Schule hinaus zuletzt insbesondere die „Eine-Welt-Abende“ in der voradventlichen Jahreszeit. Dabei kochten die Schüler auch schon selber, meist stand ein Land der so genannten Dritten Welt im Mittelpunkt. Reinerlöse dieser Abende wurden, Ehrensache, für einen guten Zweck verwendet. Auch lernten die Gymnasiasten mit Flüchtlingen am Ort Deutsch. Oder betreuten eine Bibliothek für Flüchtlinge, die monatelang in der Sporthalle des FMG untergebracht waren.

Für dieses Jahr sollte es einmal einen anderen Ansatz geben, um Spendengelder zu sammeln. Q 12 -Koordinatorin und Lehrerin Brigitte Federschmidt hatte vor einiger Zeit ein Wohltätigkeitsessen ins Spiel gebracht. Statt es von einem Caterer zubereiten und liefern zu lassen, entschlossen sich die Schülerinnen und Schüler aber, selber zu kochen. „Wir haben alles schon mal durchgetestet“, berichtet das Trio im Vorfeld des festlichen Abends gegenüber der Ebersberger Zeitung. Ein Küchenteam wird bereits am Donnerstag in den Räumen der Mensa erste Vorbereitungen treffen und vorkochen, was vorgekocht werden kann. Ansonsten wird am Freitag, direkt nach dem regulären Unterricht, die Mensaküche zum Hauptaufenthaltsort und Arbeitsplatz bis zum Abend werden.

Damit es keinen Reinfall gibt, schauen ein befreundeter Koch sowie ein Koch in Ausbildung den Q-12ern beim Zubereiten des Festmals über die Schultern, erzählt Lukas Nahrhaft. Neben der Küchenmannschaft gibt es noch eine Gruppe, die sich um den Service kümmert und eine, die die Dekorationsbelange in Angriff nehmen wird. Last not least hat sich ein Designerteam Gedanken gemacht, wie eine stilvolle Einladung auszusehen hat. Ein Charity-Essen am Abend anstelle des Eine-Welt-Abends ist eine echte Premiere am FMG. Wenn es gut läuft, sagt Kirsten Löffler, könne es im kommenden Jahr gleich eine Neuauflage geben.

Zum Ablauf des Wohltätigkeitsabends steht folgendes fest: Schulleiter Gerhard Dittmann wird die Charity-Teilnehmer begrüßen. Ein Mitarbeiter des Hilfevereins „Orienthelfer“ wird sich danach kurz einbringen. Für diese Organisation, gegründet vom Kabarettisten Christian Springer, ist der Reinerlös heuer bestimmt. Zwischendurch wird der Chor singen, wird Klavier gespielt und wird es eine Ausstellung geben, die sich unter dem Leitmotto der Schule („Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“) mit dem Thema Diskriminierung befasst.

Dazu hatte das P-Seminar bereits heuer im Frühjahr den ehemaligen Fußballprofi Thomas Hitzlsperger interviewt. Das Gespräch mit dem Forstinninger, der sich als erster Profi ob seiner Homosexualität geoutet hatte, wurde aufgezeichnet und kann von den Besuchern des Abends an Stellwänden nachgelesen werden.

Aus Termingründen war es (leider) nicht gelungen, Hitzlsperger als Teilnehmer für kommenden Freitag zu gewinnen, auch Springer musste absagen.

Aber der gesellige Termin soll auch ohne die beiden Promis gelingen. Etwa 40 Schülerinnen und Schüler werden alles geben, damit es den Gästen gut geht und möglichst viel Geld eingenommen werden kann.

Christian Springers „Orienthelfer“

Der „Orienthelfer e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der 2012 von dem Kabarettisten Christian „Fonsi“ Springer in München gegründet wurde. Ziel ist unter anderem die humanitäre Unterstützung der Opfer des Syrienkonfliktes. Allein im Libanon befinden sich im Herbst 2013 über eine Million zumeist mittelloser Flüchtlinge.

Nachhaltigkeit, Hilfe zur Selbsthilfe, Direktheit und Schnelligkeit sind die obersten Prinzipien des Vereins. Ebenso garantiert man, dass die Spenden komplett und unmittelbar bei den Betroffenen ankommen. Alle Vereinsmitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Von zwanzig Millionen Syrern sind sieben Millionen auf der Flucht, darunter eineinhalb Millionen Kinder. Die meisten der Menschen sind seit zwei Jahren abgeschnitten von regelmäßiger Versorgung mit Grundnahrungsmitteln, einfachster medizinischer Versorgung, Bildung, sozialen Netzwerken und menschenwürdigen Wohnverhältnissen.

Die UN geben im Sommer 2013 bekannt, dass nur mehr ein Viertel der notwendigen Hilfeleistung für syrische Flüchtlinge im Libanon gewährleistet werden kann, heißt es in einer Selbstbeschreibung auf der Homepage des Vereins im Internet. Die ist unter www.facebook.de/orienthelfer zu finden.

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