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Anzinger Musikschüler warten sehnlichst darauf, dass es bald eine Lösung für die Raumprobleme der Musikinitiative gibt.

Musikinitiative Anzing

Auf Herbergssuche 

Anzing  Wohin nach dem 30. April 2017? Noch keine Lösung hat die Musikinitiative Anzing parat. Nächste Woche tagt der Vorstand, später auch die Mitgliederversammlung.

Die Mitgliederversammlung der Musikinitiative Anzing am Freitag, 11. November (ab 20 Uhr, Benefiziatenhaus Erdinger Straße 11) wird keine gewöhnliche Routinezusammenkunft werden. Da muss man wohl keine prophetischen Gaben haben. Man rechnet, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung dieser Tage, mit reger Beteiligung der Mitglieder. Schließlich, Zitat, „steht zum 30. April 2017 die Kündigung der Unterrichtsräume in der Erdinger Straße 11 ins Haus. Der Vorstand informiert über den Stand der Planungen, wo der Musikunterricht dann ersatzweise stattfinden kann, um weiterhin vor Ort ein breites musikalisches Unterrichtsangebot aufrecht zu erhalten. Auch über die Verhandlungen zu einen neuen Unterrichtshaus in Anzing wird informiert. Das sollte interessieren. Es geht um die Zukunft der Musikschule in Anzing. Vorstandswahl steht keine an, es gibt jedoch vielversprechende Perspektiven.“

Eingeladen sind deshalb ausdrücklich alle aktiven und passiven Mitglieder sowie bei Kindern und Jugendlichen deren gesetzlichen Vertreter.

Die Existenz des Vereins, das ist die Musikinitiative formell, stehe nicht auf dem Spiel, betont derweil die Vorsitzende Maria Brummer. Tot wäre der Verein nach ihren Worten erst, wenn es niemanden mehr gebe, der sich um die Dinge wie Unterricht und das aktive Musizieren kümmere. Deshalb wird es ihr und der Vorstandschaft am 11. November in erster Linie darum gehen, die Mitglieder zu informieren, zu sensibilisieren und einzustimmen auf eine nach jetzigem Stand wohl kaum noch zu vermeidende Übergangslösung.

Wie die einmal ausschauen wird, darüber finden gerade noch Gespräche statt. Eine Dauerlösung sei es jedenfalls nicht, wenn sich die Arbeit der Musikinitiative auf unterschiedliche Räume verteilen müsste. „Da geht eine Menge verloren“, so die Vereinschefin im Vorfeld gegenüber der Ebersberger Zeitung.

Was diese Übergangsphase ab Mai 2017 angeht, so hat die politische Gemeinde nach Worten von Bürgermeister Franz Finauer zumindest die eine oder andere Lösung im Kopf. Man könne das Gemeindehaus zur Verfügung stellen oder den Sitzungssaal bzw. das Trauungszimmer im Rathaus-Anbau, sagte er auf Nachfrage der Heimatzeitung. Als echte Neulösung, und damit ist das von der Initiative angesprochene neue Unterrichthaus gemeint, geht es auch um eine Verwertung des Grundstücks direkt neben dem Feuerwehrgerätehaus. Es hat einen Umgriff von etwa 2000 Quadratmetern. Zuletzt gab es, auch öffentlich, im Gemeinderat Überlegungen zu Plänen, wonach die Gemeinde davon die Hälfte einbringt in ein noch zu gründendes Kommunalunternehmen, um verbilligten Wohnraum zu schaffen. Auf dem anderen Grundstücksteil könnte man dem Vernehmen nach als politische Gemeinde ein eigenes Haus errichten. In dem, so Finauer, wäre eine Etage vorstellbar zur Nutzung durch die Musiker und der andere Teil zur Vermietung zu Wohnzwecken.

Entsprechende Ratsbeschlüsse dazu, unterstreicht der Rathauschef, gebe es aber noch nicht. Hier gehe es bisher lediglich um Gedankenspiele. Manches hänge direkt auch noch davon ab, ob es tatsächlich zu einem Einstieg der politischen Gemeinde in das Kommunalunternehmen kommen werde. Auch hier hat sich das Plenum noch nicht endgültig positioniert.

Das Ordinariat hatte, wie schon berichtet, den Mietvertrag für das Benefiziatenhaus in der Erdinger Straße mit der Musikinitiative zum 30. April 2017 gekündigt. Hintergrund: Man möchte die kirchliche Immobilie, wie an anderen Orten übrigens auch, optimaler verwerten als bisher. Dem Verein und der politischen Gemeinde war das Haus danach auf Erbpachtbasis bzw. zum Kauf angeboten worden. Die Musikinitiative musste das aus finanziellen Gründen ablehnen. Ein Geschäft, auch ein konkretes Tauschgeschäft zwischen der politischen Gemeinde und dem Ordinariat, war in der Folge nicht zustande gekommen. Ob das Ordinariat auch bereit sein werde, den Mietvertrag mit der Musikinitiative über April hinaus zu verlängern, dazu gibt es in Anzing zurzeit keinerlei Hinweise. Grundsätzlich abgeneigt wäre der Musikschulverein wohl nicht.

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