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Weil das Heizgas ausgegangen war, mussten die Asylbewerber in Plienings Traglufthalle bei fünf Grad Raumtemperatur übernachten.

Traglufthalle

Fünf Grad: Flüchtlinge frieren

Die 220 Asylbewerber in der Traglufthalle in Pliening haben eine Nacht bei unter fünf Grad verbringen müssen. Grund: Das Heizgas war ausgegangen. Immer wieder soll es nachts kalt sein in der Massenunterkunft.

Der Gas-Tank an der Traglufthalle, der die Heizungsanlage versorgt, war bereits am Vorabend leer. Aus diesem Grund verbrachten die rund 220 Asylbewerber eine Nacht bei Temperaturen von bis zu unter fünf Grad, berichtet Konrad Weinstock. Weil die Bettdecken nicht all zu dick seien, mussten die Schutzsuchenden in mehreren Kleidungsschichten schlafen. Geschehen in der Nacht des 12. Oktober.

Der Sprecher des ehrenamtlichen Helferkreises Pliening ist verwundert darüber, dass das Landratsamt bzw. dessen Mitarbeiter vor Ort am Nachmittag scheinbar nicht erkannt hatten, dass der Tank leer ist – und für die Nacht kalte Temperaturen vorhergesagt waren. „Damit die Halle nicht in sich zusammenfällt, musste weiterhin Luft hineingeblasen werden“, berichtet Weinstock. Kalte Luft von draußen.

Laut Evelyn Schwaiger, Sprecherin des Landratsamtes, haben die zuständigen Mitarbeiter erst am Morgen danach von den Problemen erfahren. „Das Gas war ausgegangen, was aber wohl an der Gasuhr nicht erkennbar gewesen ist.“ Noch im Laufe des folgenden Vormittags sei der Tank neu befüllt worden. „Weil er gänzlich leer war, musste eine Fachfirma hinzugezogen werden, die das ganze System neu aktiviert hat“, erläutert Schwaiger.

Gegen fünf Uhr morgens sei er in der Halle gewesen, um die Situation zu kontrollieren, erzählt Helferkreis-Sprecher Konrad Weinstock. „Das Thermometer hat 4,7 Grad angezeigt.“ Glücklicherweise hätten sich die Asylbewerber ohne großen Unmut mit der Situation arrangiert. Er kritisiert allerdings, dass es keine Notfallnummer des Landratsamtes gebe, die die Helfer hätten anrufen können, um das Problem noch vor Einbruch der Nacht zu lösen.

In diesem Zusammenhang weist Landratsamtssprecherin Schweiger darauf hin, dass der Sicherheitsdienst den Auftrag habe, den Stand am Gas-Tank zu überprüfen. „Die Security hat die Telefonnummern der zuständigen Mitarbeiter des Landratsamtes und technische Notfallnummern der Vermieter-Firma.“

Konrad Weinstock erzählt, dass Asylbewerber seit einigen Tagen davon berichten, dass es nachts in der Halle unangenehm kalt sei und die Bettdecken nicht ausreichen würden. Er appelliert an das Landratsamt, sich rechtzeitig um zusätzliche, dicke Decken zu kümmern, bevor der Winter kommt.

Armin Rösl

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