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So sieht es oft an der Wertstoffinsel Lindenstraße in Pliening aus. Damit die Container entlastet werden, erweitert die Gemeinde die Öffnungszeiten des Wertstoffhofes.

Abfallwirtschaft

Plienings Wertstoffhof hat künftig länger auf

Die Öffnungszeiten des Plieninger Wertstoffhofes werden erweitert. Das hat der Gemeinderat beschlossen. 

Nahezu zwei Stunden lang hat der Gemeinderat von Pliening in seiner Sitzung am Donnerstagabend über die Abfallwirtschaft diskutiert. Am Ende standen zahlreiche Entscheidungen. Die wohl wichtigste: Die Öffnungszeiten des Wertstoffhofes werden geändert und erweitert: Dienstag von 14 bis 19 Uhr, Donnerstag 15 bis 19 Uhr und Samstag 9 bis 13 Uhr. Bisher war die Entsorgungsstelle mittwochs ab 14 Uhr sowie am Samstag offen. Hintergrund für die Änderung war ein Antrag des Neuen Forums, den Bürgern zusätzliche Möglichkeiten zur Entsorgung zu geben. Durch den weiteren Öffnungstag könnten die zeitweise extrem überfüllten Wertstoffinseln entlastet werden. Der Gemeinderat beschloss die Neuregelung mit 12:6 Stimmen.

Entsprochen wurde zudem dem Vorschlag von Stefan Seizl (Alternative), die neuen Öffnungszeiten ganzjährig beizubehalten.

Mit 7:11 abgelehnt wurde hingegen ein Vorschlag der Fraktion SPD und Parteifreie, die bisherigen Tage beizubehalten und dafür die Öffnungszeiten zu verschieben bzw. auszuweiten: Mittwoch von 15 bis 20 Uhr und Samstag von 8 bis 13 Uhr. EEinig war sich das Gremium darüber, dass die Bürger weiterhin vier Mal im Jahr Sperrmüll abgeben können.

Große Probleme gibt es nach wie vor mit den Wertstoffinseln. Die Überwachung mit Videokamera sei wegen Datenschutzregeln problematisch, hieß es von der Verwaltung. Man könne nur appellieren, dass sich Bürger an die vorgegebenen Einwurfzeiten halten, betonte Bürgermeister Roland Frick (CSU). Er ermunterte Anwohner von Wertstoffinseln, sich die Autokennzeichen von Müllsündern zu notieren und diese im Rathaus zu melden.

Der Container-Standplatz an der Lindenstraße in Pliening wurde in der Ratssitzung genauer betrachtet. Die dortige besondere Situation mache es nun doch möglich, den Platz durch ein Tor zu sichern. „Die Anwohner haben sich bereit erklärt, das Tor während der Öffnungszeiten zu öffnen und am Abend wieder abzusperren“, berichtete Frick. „Dafür sind wir sehr dankbar.“

Umgehend geprüft werde zudem, ob durch die Beseitigung der Sammelboxen für Altkleider/Schuhe zusätzliche oder größere Container, etwa für Kunststoff, aufgestellt werden könnten.

Entspannung erwartet sich der Gemeinderat durch die Wiederinstallation der Wertstoffinsel im Zusammenhang mit Neubauten auf dem Greimel-Grundstück in Gelting. Weitere Standorte im Gemeindegebiet seien derzeit nicht in Planung, geschlossen werden auch keiner.

Zuletzt diskutierten die Ratsmitglieder noch über eine grundsätzliche Änderung des Müllsystems im Landkreis. „Durch den ‚Ebersberger Weg‘, der um 1990 eingeführt wurde, konnte das Aufkommen an Restmüll deutlich reduziert und die Mülldeponie Schafweide entlastet werden“, sagte Bürgermeister Roland Frick. Aber: „Mit der Einführung der Wertstoffinseln wurden neue Probleme geschaffen.“

Deshalb beantragt der Gemeinderat Pliening mit 16:2 Stimmen beim Landratsamt, das derzeitige Bring-System von Wertstoffen mittelfristig aufzulösen und durch „ein geeignetes Modell eines Hol-Systems“ zu ersetzen. Ähnlich, wie es in einigen Gemeinden mit dem „Gelben Sack“ der Fall ist.

dul

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