Mit so genannten „Bettler-Karten“ sind Banden unterwegs an Haustüren. Am Donnerstag in Poing. foto: rm

Bettlerbande in Poing unterwegs

Poing - Im Blumenviertel in Poing-Nord haben am Donnerstag Bettler an Haustüren geklingelt und um Geld gebeten. Die Polizei warnt vor derartigen Banden.

Mehrere Anwohner des Blumenviertels haben am Donnerstagnachmittag bei der Polizei angerufen und berichtet, dass Bettler von Haus zu Haus gehen würden. Ausgestattet mit so genannten „Bettler-Karten“, auf denen Worte stehen wie „Habe Hunger“, „Habe Durst“, „Brauche Geld“. Entdeckt wurden sie im Bereich der Straßen mit Blumennamen in Poing-Nord, teilt die Polizei mit. Aufgrund der Hinweise sei eine Streife ausgerückt, um nach den Personen zu fahnden. Dabei sei ein 57-jähriger Rumäne kontrolliert worden, bei dem sich aber keinerlei Hinweise auf eine Straftat ergeben hätten. „Ihm wurde ein Platzverweis erteilt, den dieser auch befolgte“, schreibt die Polizeiinspektion Poing im Pressebericht vom Freitag.

Für Dienststellenleiter Helmut Hintereder ist diese Betrugsmasche nichts Neues. Immer wieder würden Bettlerbanden unterwegs sein. Sein Rat: „Nicht die Tür öffnen und sofort die Polizei rufen.“ Ganz besonders wichtig: „Die Person nicht ins Haus lassen und kein Geld hergeben.“ Zumal die Bettler davon so gut wie nichts bekommen würden, sondern den Großteil des Geldes an Hintermänner abgeben müssten.

Immer wieder kommt es vor, dass mehrere Leute in einem Fahrzeug in Wohngebiete gebracht und dort zum Betteln ausgesetzt werden. Nach einiger Zeit verschwinden sie wieder - spurlos.

Hinweise

Wer Bettler an Haustüren beobachtet, wird gebeten, dies der Polizei zu melden. Die Dienststelle in Poing ist erreichbar unter Telefon (0 81 21) 99 17-0.

Von Armin Rösl

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