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Im Seewinkel, hinter dem Edeka-Parkplatz, steht das dritte Teiler-Auto in Poing.

Carsharing

Poing hat ein drittes Teiler-Auto

Poing - Die Poinger Autoteiler-Initiative stellt nun drei Wagen zur Verfügung. Der Standort des neuen Fahrzeuges liegt im Neubaugebiet Seewinkel.

Gleich hinter dem Parkplatz des Edeka-Marktes im Seewinkel steht seit Kurzem ein silberfarbener Skoda Roomster 1.2 TSI Family. Es ist das neue und dritte Fahrzeug, das der Verein Poinger Autoteiler-Initiative (Pati) im Angebot hat. Den Parkplatz kostenlos zur Verfügung gestellt habe die Firma Baustolz, die im Seewinkel tätig ist, berichtet Yvonne Großmann. Nicht nur das: „Das Bauunternehmen hat den Kauf des Autos mit einem Zuschuss unterstützt“, freut sich die Pati-Vorsitzende.

Neben seinen 86 PS bietet der Skoda Tempomat, Sitzheizung, Einparkhilfe und viele andere Extras. „Vor allem ist er praktisch“, sagt Großmann: „Bei den drei hinteren Sitzen kann man nicht nur die Rückenlehnen umlegen, sondern auch die Sitze selbst vorklappen oder ganz herausnehmen, und so den ohnehin geräumigen Kofferraum auf einen riesigen vergrößern.“

Die beiden anderen Pati-Autos, die bereits seit Jahren in Betrieb sind: Ein viersitziger Fiat Panda, der im Parkhaus am S-Bahnhof (Nordseite) steht, und ein Toyota Corolla Verso mit fünf Sitzen (plus zwei zusätzliche Plätze für Kinder), dessen Standort sich an der Watzmannstraße in Poing-Süd befindet.

Wer ein Carsharing-Auto benutzen möchte, muss zunächst Mitglied in der Pati werden. Yvonne Großmann erläutert: „Beim Eintritt zahlt man eine Einlage von 350 Euro, die man beim Austritt unverzinst zurückbekommt.“ Davon werden die Autos finanziert. Hinzu kommt eine Aufnahmegebühr von 50 Euro für Autoschlüssel und mehr.

Für die Nutzung wird pro Buchung ein Kilometerpreis von 34 Cent für die ersten 100 Kilometer erhoben, ab dem 101. Kilometer sind es 30 Cent. „Darin ist alles enthalten: vom Benzin bis zur Rücklage für ein irgendwann fälliges neues Auto“, informiert die Pati-Vorsitzende.

Des Weiteren zahlen die Mitglieder monatlich zehn Euro für Fixkosten wie Steuer und Versicherung sowie einen Stundensatz von 40 Cent für die Autonutzung. Die kleinste Buchungseinheit ist eine Viertelstunde. Grossmann: „Sämtliche Tarife legen wir gemeinsam im Verein fest. Freilich müssen wir kostendeckend arbeiten.“

Die Reservierung erfolgt übers Internet. Das System liefert auch gleich die Daten für die Abbrechung. Jeder Mit-Teiler hat Zugang zu einem Safe mit dem Autoschlüssel. „So kann man völlig unabhängig zu jeder Tages- und Nachtzeit das Auto buchen, abholen und natürlich auch wieder zurückbringen“, so Großmann. Abschließend schreibt man Zeit und Kilometerstand in das im Auto liegende Fahrtenbuch. Nach diesen Angaben erfolgt zum Quartalsende die Abrechnung.

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