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Christoph Klingan ist der neue Pfarrer in Poing.

Neuer Pfarrer in Poing

Herausforderung angenommen

Poing - Poing wartet. Wartet sehnlichst auf den neuen Herrn Pfarrer. Am Donnerstag, 1. September, wird Christoph Klingan in der katholischen Pfarrei St. Michael seinen Dienst antreten.

Christoph Klingan sitzt auf den sprichwörtlich gepackten Koffern. Am morgigen Mittwoch wird in München der Möbelwagen anrücken und alles, was zu seinem Hausrat gehört, in seine künftige Heimat Poing transportieren. Der 38-Jährige hat im Moment ein paar Tage Urlaub. Also Zeit genug, um alles organisatorisch vorzubereiten für einen Umzug ohne Stress und Sorgen. In der Wachstumsgemeinde im Norden des Landkreises Ebersberg wird Klingan eine kleine Mietwohnung beziehen. „Vorübergehend“, wie er sagt.

Für den Pfarrer der katholischen Gemeinde am Ort ins gewöhnlich das Pfarrhaus vorgesehen. Das aber ist sanierungsbedürftig, steht Christoph Klingan also erst in noch nicht absehbarer Zeit zur Verfügung. Wie sein erster Arbeitstag am Donnerstag in Poing ablaufen wird, da hat Klingan schon eine Vorstellung. Morgens, sagt der gebürtige Münchner, werde er zuerst ins Büro gehen, die Mitarbeiter begrüßen und dann schauen, was zu tun sei. 

Am Abend, ab 19 Uhr, feiert er dann bereits den ersten Gottesdienst – eine Abendmesse in der Pfarrkirche St. Michael. „Die erste Gelegenheit, mich zu beschnüffeln“, wie Klingan augenzwinkernd anmerkt. Dass es dann am Sonntag, 4. September, ebenfalls die Gottesdienstleitung übernehmen wird – klingt bei seinem zu vermutenden Tatendrang irgendwie schon fast selbstverständlich. Es werde, sagt Christoph Klingan, ab Donnerstag noch viele Gelegenheiten geben, seinen neuen Wirkungskreis und die Menschen dort kennenzulernen. In einem kleinen Selbstportrait im evangelischen Gemeindebrief der Poinger Brüder und Schwestern hat er jedenfalls seinen bisherigen beruflichen Werdegang schon mal kurz skizziert: Geboren in München, Kindheit in Baldham und Innsbruck, Abitur, Beamtenfachhochschule in Hof, Stadt München, Bauaufsichtsbehörde. Stets begleitet von einem „sehr positiven Verhältnis zu Glaube und Kirche“, heißt es dort weiter. Dem Entschluss zur Priesterausbildung folgten zwei Münchner und fünf römische Jahre samt Weihe. Zwei Jahre Vikariat im Pfarrverband Prien schloss sich an – und zuletzt fünf Jahre als persönlicher Referent des Erzbischofs Kardinal Marx. Als einstiger Baldhamer, berichtet Klingan, sei ihm Poing natürlich in der Kindheit nicht verborgen geblieben. An mehr als den einen oder anderen Klassenausflug in den Wildpark kann sich der künftige Seelsorger jedoch nicht mehr erinnern. Gleichwohl springt Klingan ab dieser Woche nicht in ein Haifischbecken. Mit Vertretern des Pfarrgemeinderates habe es schon erste Kontakte gegeben, teilweise auch mit den künftigen Büromitarbeitern.

Etwas reger war der Kontakt mit Diakon Hans Dimke und seinem Bruder Pfarrer Bernhard Waldherr vom Pfarrverband Anzing/Forstinning, die in einer mehrmonatigen Übergangsphase die Geschicke der Pfarrgemeinde Poing lenkten. Dass diese Gemeinde groß sei und noch wachsen werde, bezeichnet Klingan ergo als eine nicht minder große persönliche Herausforderung. 

Eine Herausforderung, der er sich aber gerne stelle und auf die er sich nach eigenen Worten auch schon im Vorfeld sehr freue. Der laufende Kirchenneubau dokumentiere geradezu die aufstrebende Entwicklung der Pfarrgemeinde, die, so der künftige Poinger Pfarrer, auch nach Fertigstellung des neuen Gotteshauses in der neuen Mitte eine Pfarrgemeinde, aber dann eben mit zwei Kirchen, bleiben werde. Dass ihm, Christoph Klingan, ein gutes, lebendiges ökumenisches Miteinander gleichsam wichtig ist, hat der neue Pfarrer in seinem Selbstportrait für und Leser des Gemeindebriefes der Christuskirche bereits zum Ausdruck gebracht. Eine offizielle Amtseinführung wird es übrigens auch noch geben. Sie soll und wird am Sonntag, 23. Oktober, mit Dekan Josef Riedl aus Ebersberg in der Pfarrkirche St. Michael stattfinden.

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