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Erinnerungsfoto (v.li.): Bob Eberl, Martina Resch, Sonja Zajontz, Ama Pola, Flonoton, Wirt Andreas Otten und Moderator RetroRösl.
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Bob Eberl.
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Sonja Zajontz.
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Martina Resch.
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Ama Pola.
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Flonoton.

Open Stage

Große Stimmen auf kleiner Bühne

Volles Haus, tolle Musiker: Die "Café-Station" an Poings Hauptstraße hat sich endgültig als kultureller Ort etabliert. Der Beweis: die 7. "Open Stage". 

Andreas Otten hat mit der Idee, in seiner „Café-Station“ eine Kleinkunstbühne aufzuziehen, den richtigen Riecher gehabt. Nach der Premiere im Herbst 2016 war auch die mittlerweile 7. „Open Stage“ am Samstagabend restlos ausverkauft – wobei: Das Wort „ausverkauft“ soll hier lediglich die große Nachfrage ausdrücken, denn der Eintritt ist frei und die Künstler spielen ohne Gage. „Offene Bühne“ eben, obwohl: „offen“ ist die Veranstaltung schon lange nicht mehr, weil sich mittlerweile zahlreiche Musiker bei Wirt Andreas Otten melden und nachfragen, ob sie auftreten dürften. Somit ist am Konzertabend selbst die Bühne schon restlos ausgebucht. Das gilt auch schon für den nächsten Termin, am Freitag, 16. Dezember.

Mit Ausnahme von Martina Resch, die neben Moderator Armin „Retro“ Rösl als einzige Poingerin ein Heimspiel hatte, kamen am Samstagabend alle übrigen Musiker aus München. Dort sind die Songschreiber und Sänger/innen Bob Eberl, Sonja Zajontz, Ama Pola und Flonoton seit vielen Jahren in der Kleinkunstszene und auf Bühnen unterwegs – von ihrer Premiere in Poing aber war jeder einzelne besonders angetan. „Ein unglaublich aufmerksames und tolles Publikum“, schwärmten die Musiker nach ihren jeweiligen Kurzauftritten. „So etwas findest Du in ganz München nicht“, sagte Ama Pola.

Fürwahr war es bis auf den Auftakt mit Reim-Schreiberin Birgit Hufnagl eine eher ernste Angelegenheit mit ruhigen, gefühlvollen, melancholischen, nachdenklichen und schönen Liedern über Liebe, Liebeskummer und Co. Die Musiker zogen mit Gitarre, ihren Stimmen und insbesondere mit den selbst geschriebenen, deutschen Texten die Besucher im vollen Nebenraum bis zuletzt in ihren Bann. Intensive und schöne drei Stunden waren das, am Ende wollte das Publikum noch mehr – und nicht heimgehen. Also ließ sich Wirt Andi Otten überreden, zusammen mit Thomas Steinbrunner (Gitarre), der nur als Besucher im Raum war, drei Lieder zu spielen. Unter anderem das von ihnen komponierte „Heimatlied“.

Die einzige, die nichts Selbstkomponiertes sang, war „Heimspielerin“ Martina Resch. Macht rein gar nichts, weil sie a) sowieso eine tolle Stimme hat, wie sie schon mehrmals bei der „Open Stage“ unter Beweis stellte; und weil sie b) nicht zuletzt mit „Hallelujah“ in Gedenken an Leonard Cohen für pure Gänsehaut gesorgt hat.

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