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Die Gemeinde Poing muss für Radlfahrer einiges verbessern, um "fahrradfreundliche Kommune" zu werden.

Aktion

Poing will fahrradfreundlich werden

Vier Jahre hat die Gemeinde Poing Zeit, die Kriterien für die Auszeichnung "fahrradfreundliche Kommune" zu erfüllen. Bis dahin gilt es, einen Stapel an Hausaufgaben zu erledigen.

Den ersten Schritt hat die Gemeinde Poing geschafft: Seit dem 1. Juli ist sie Mitglied des Vereins Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK). Der nächste Schritt, die Auszeichnung zu einer „fahrradfreundlichen Kommune“, ist weitaus größer und schwieriger. Hierfür muss die Gemeinde die Aufnahmekriterien der AGFK erfüllen – die Liste ist lang. Immerhin sind vier Jahre Zeit, Mängel zu beheben und Neuheiten einzuführen, um den Titel zu erhalten. Der Gemeinderat hat hierfür schon mal den Grundsatzbeschluss gefasst mit der Vorgabe, dass Poing es sich „zum Ziel setzt, den Radverkehr in besonderem Maße zu fördern“.

Dies ist insbesondere Aufgabe von Tamara Moll, der Radverkehrsbeauftragten der Gemeinde Poing. Sie hat auf Grundlage eines Besuchs von Vertretern der AGFK ein erstes Konzept sowie einen Maßnahmenkatalog erstellt, den es in den nächsten vier Jahren abzuarbeiten gilt. Denn: Die Delegation hat zwar der Aufnahme Poings in die AGFK zugestimmt, um aber die Auszeichnung zu bekommen, müssten noch zahlreiche Hausaufgaben gemacht werden. Eine der Baustellen ist wohlbekannt: die Gruber Straße. Der dortige, einseitige Radweg in zwei Richtungen, birgt seit jeher hohes Gefahrenpotenzial – insbesondere auf Höhe des BayWa-Marktes, wo es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Autos und Fahrradfahrern oder auch Radlern untereinander kommt.

Negativ aufgefallen ist zudem, dass in Sackgassen auch für Radler der Weg zu Ende ist; besser wäre es, wenn es für sie Durchfahrtsmöglichkeiten geben würde. Außerdem kritisierte die AGFK-Delegation, dass die Beschilderung für Radfahrer generell „teilweise unschlüssig und/oder rechtswidrig“ sei. Außerdem sollte die Beschilderung am und für den Bike&Ride-Bereich im Parkhaus auf der Nordseite des S-Bahnhofs verbessert werden.

Des Weiteren weist die AGFK darauf hin, dass es in Poing keinerlei spezielle Service-Angebote für Radler gebe, wie beispielsweise eine Luftpumpstation, einen Schlauchautomaten und eine Ladestation für Pedelecs (Elektro-Fahrräder).

Welche dieser Anregungen und Hausaufgaben für Poing sinnvoll sind und umgesetzt werden, werden die nächsten vier Jahre zeigen.

Armin Rösl

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