Die Poinger Musikkapelle bei ihrem Herbstkonzert: Diesmal ging es um bekannte Melodien aus Klassikern, die viele im Publikum aus ihrer Kindheit bestens gekannt haben durften.   Foto: dul

Probier's mal mit Gemütlichkeit

Poing - „Probier’s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit!“ Wer kennt sie nicht, die Ohrwürmer aus dem Dschungelbuch oder der Zeichentrickserie mit dem „rosaroten Panther“.

Zum Großteil waren es Erinnerungen an die eigene Kindheit, deren herrliche Melodien die Musikkapelle Poing für ihr Herbstkonzert ausgegraben hat.

Überschrieben war die außergewöhnliche Aufführung in der Aula der Anni-Pickert-Schule am Samstag mit „Kindheitserinnerungen“. Es sei bei der Musikkapelle Poing Tradition, als Kontrast zum Frühjahrskonzert zur späten Jahreszeit ein „etwas anderes Herbstkonzert“ oder einen Tanzabend zu veranstalten, betonte der beliebte „Ansager“ Johannes Posselt. Ehe das „große Orchester“ zu hören war, machte auch diesmal der Nachwuchs den Auftakt. Christine Westermair hatte mit ihren Jugendorchester Poing/Gelting mit „Let it go“ eine Komposition aus der „Eisprinzessin“ sowie das Medley „Disney Film Favorites“ ausgesucht, und unaufgefordert als Zugabe „Let‘s twist again“ nachzuschieben. Zwischendurch begrüßte Franz Scherzl (Vereinsvorsitzender) die Gäste.

Mit Filmmelodien bekannter Zeichentrickserien und diversen Kinderliedern ging es auch beim Orchester fast durch den ganzen Abend. Weil fast alle Titel samt ihrer Zugehörigkeit zu diversen Verfilmungen im Programm wegen geschützter Arrangements englisch angegeben werden mussten, wurde erst nach den ersten Tönen jeweils klar, um welche Melodien es sich eigentlich handelte. Niemand war in der Aula anwesend, der sich nicht in die eigene Kinderzeit zurückversetzt fühlte. Der „König der Löwen“ war dabei, „Aladin und die Wunderlampe aus 1000 und eine Nacht“, „Die Schöne und das Biest“, „Pinocchio“, „Die Schlümpfe“ und „Biene Maja“, „Pippi Langstrumpf“ und natürlich das Dschungelbuch mit all seinen beliebten Figuren und Mogli im Zentrum. Allein im „Instant Concert“ nach der Pause waren nach Aussage von Franz Scherzl rund 30 verschiedene Melodien aufgearbeitet und zum Ganzen zusammengefügt worden. Wie gewohnt stellte Franziskus Posselt liebevoll frech und punktgenau die Kompositionen vor, er nannte die Dirigentin Magdalena Grill „unsere Dschungelkönigin“ und forderte sie bei „Sandmann“ auf: „Magdalena give us a dream!“

Als Höhepunkt des Abends könnte „Crossbreed“ herausgehoben werden, eine besondere Interpretation des Kirchenliedes „Segne du Maria“. Posselt bezeichnete das Stück als „Mischling“ und „Kreuzzucht“, denn Thiemo Kraas hatte daraus eine Komposition geformt, die Abendland und Morgenland melodisch verbindet. „Die zwölf Sterne von Jungfrau Maria werden die zwölf Sterne der EU, und der Part mit dem Schlangenbeschwörer führt uns tief in den Orient hinein“, klärte der Moderator auf. Den Abschluss des besonderen Konzertes bildete bei der dritten Zugabe das gemeinsame gesungene Lied „Weißt du wie viel Sternlein stehen?“.

dul

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