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Applaus, Applaus: Abschlussbild mit (v.li.) Wirt Andreas Otten, Thomas Steinbrunner, Moderator RetroRösl, Ines Wagner sowie mit René, Chris, Kerstin, Hans und André von der Band „Phonotom“ und Thomas Schuh. Thomas Gruber gesellte sich wenige Sekunden später zum Schlussapplaus dazu.

Neue Kleinkunstbühne im Entstehen

Grandiose Premiere macht Lust auf mehr

Dank einer Sondergenehmigung gab's am Samstagabend den ersten Testlauf. Der war grandios und lässt hoffen auf mehr. Mit dem Titel "Straight Applaus" will Andreas Otten von der "Café-Station" in Poing eine Kleinkunstbühne etablieren.

Ausdrucksstark mit toller Stimme: Sängerin und Songschreiberin Kerstin Senger von der Band „Phonotom".

Wo früher Brezen, Semmeln, Brot und Kuchen verkauft wurden, standen am Samstagabend Musiker und Künstler auf der neu gebauten Bühne und gaben einen Konzertabend. Der Raum war vollbesetzt, die Besucher waren begeistert von der Premiere. „Poing braucht so etwas“, sagt Andreas Otten, Wirt des Cafés und Restaurants „Café-Station“ an der Hauptstraße in Poing-Süd. Zwar war es schon das fünfte Mal, dass er einen Kleinkunst-/Musikabend veranstaltet hat, allerdings noch nie im renovierten Raum neben dem eigentlichen Lokal. Dieser soll zu einer festen Kleinkunstbühne werden. Dank einer Sondergenehmigung der Gemeinde Poing war am Samstag der erste Testlauf möglich.

Der zeigte, welch musikalischen Schätze in Poing zuhause sind. Den Auftakt machte Andreas Otten (Gesang) mit Thomas Schuh und Thomas Steinbrunner (beide Gitarre). Anschließend spielten und sangen Schuh und Steinbrunner selbst jeweils ein Lied („So a saudummer Tag“ von Konstantin Wecker und „Ich will nur, dass Du weißt“ von Adel Tawil).

Über die Liebe und deren Auswirkungen sangen Celina (li.) und Julia. Professionell an der Gitarre begleitet von Thomas Gruber.

Danach betrat Ines Wagner, ebenfalls aus Poing, mit ihrer Gitarre die Bühne, um sich quer durch Deutschland zu singen. Zunächst mit „Maxicosi“ von Nordlicht Inka Müller, später mit „Sommer in der Stadt“ von der Spider Murphy Gang. Wagner gehört in der Café-Station schon zum Stammpersonal, war sie doch schon bei drei bisherigen „Open Stage“-Veranstaltungen mit von der Partie.

Für die bisher genannten Künstler ist Musik lediglich ein Hobby, für die beiden Hauptacts des Abends ist sie zum größten Teil Beruf und Berufung zugleich. Thomas Gruber, ebenfalls Poinger und Leader von „White – The Band“, spielte solo und beeindruckte durch starkes Sampling und Gitarrenspiel sowie mit eindrucksvollem Gesang. Besonders süß: Für ein Lied holte er sich zwei junge Sängerinnen auf die Bühne, Julia und Celina, die das Publikum begeisterten.

Den glanzvollen Höhepunkt setzte die Band „Phonotom“ mit Sängerin und Songschreiberin Kerstin Senger (freilich auch aus Poing). Soulig und funkig spielten René (Gitarre), André (Schlagzeug), Hans (Keyboard) und Chris (Bass) die von der Bandleaderin geschriebenen Songs. Zweifellos der Höhepunkt des Premieren-Testabends der Kleinkunstbühne, sorgt doch allein schon Kerstin Sengers tolle Stimme für Gänsehaut.

Musik von Nord- bis Süddeutschland: Ines Wagner.

Bevor nach zweieinhalb Stunden Schluss war, gab sich nochmals Wirt Andreas Otten die Ehre, erneut begleitet von Thomas Schuh und Thomas Steinbrunner. Mit dem Lied „Irgendwann bleib’ i dann dort“ von der österreichischen Band STS bot das Trio ein sentimentales Finale. Aber keinen Schlusspunkt für die Ewigkeit, schließlich soll die Kleinkunstbühne mit dem Titel „Straight Applaus“ (frei übersetzt: Ehrlicher Applaus) eine dauerhafte Einrichtung in Poing werden.

Armin Rösl

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