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Die Traglufthalle Grub ist fast fertig. Aus wirtschaftlichen Gründen sollen dort aber nun vorerst doch keine Asylsuchenden unterkommen.

Asylunterkünfte

Traglufthalle Grub wird vorerst nicht belegt

Das kommt überraschend: Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit will die Regierung von Oberbayern das Tragluftzelt in Grub vorerst nicht nutzen. Die Asylbewerber sollen in der Nachbarschaft untergebracht werden.

Die bis auf die Klimaanlage fertig gestellte Traglufthalle in Grub wird aus Gründen der Wirtschaftlichkeit zunächst nicht bezogen werden. Dies hat die Regierung von Oberbayern am Mittwochnachmittag entschieden. Über diese Entscheidung hat Landrat Robert Niedergesäß Poings Bürgermeister Albert Hingerl und den Vorsitzenden des dortigen Helferkreises, Götz Kirchhoff am gleichen Abend per E-Mail informiert.

Ein großer Teil der gut 200 Asylbewerber, die im Moment noch in der Schulturnhalle der Dominik-Brunner-Realschule in Poing untergebracht sind, wird ab nächster Woche bis Ende August in freie Einrichtungen der Regierung von Oberbayern umziehen. Nicht umziehen werden Asylbewerber, die einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz haben sowie anerkannte Flüchtlinge. Insgesamt bleiben somit über 50 Bewohner aus Poing im Landkreis Ebersberg. Sie werden zunächst in die Traglufthalle nach Pliening umziehen, darüber hat der Landrat den Plieninger Bürgermeister informiert. Dort sind aktuell knapp 150 Menschen untergebracht. Allerdings wird auch diese Traglufthalle ihren Betrieb spätestens Ende April 2017 einstellen. Die Gemeinde wird den Vertrag nicht verlängern, dies hat Bürgermeister Frick bereits angekündigt. „Die Entscheidung der Regierung ist tragbar, weil sich damit einerseits die Unterbringungssituation für die Asylbewerber verbessert, andererseits die Dreifachhalle nach einer Renovierungsphase endlich wieder für den Schul- und Breitensport zur Verfügung stehen wird“, so Landrat Robert Niedergesäß.

 „Ich bitte besonders die ehrenamtlichen Helfer, die sich in den vergangenen Monaten mit großem Engagement für die Bewohner der Halle eingesetzt haben, sie auch in dieser Situation positiv zu unterstützen. Wir haben im Landkreis Ebersberg im Moment keine alternativen Unterbringungsmöglichkeiten“, so der Landrat. Der bereits für Juni geplante Umzug in die Traglufthalle hat sich insbesondere wegen der der noch nicht ausreichenden Klimatisierung in den Sommermonaten bis heute verzögert.

Nun prüft das Sozialministerium auf Bitte der Regierung, ob diese Halle zumindest bis zum Vertragsende im Mai 2017 als Notunterkunft im Rahmen des Notfallplanes für den Landkreis eingesetzt werden kann, falls dieser wieder einmal aktiv würde. Auf diesem Weg müsste man nicht erneut die Dreifachturnhalle des Humboldt-Gymnasiums in Vaterstetten für diesen Zweck zweckentfremden. Die Regierung stellt dem Landkreis Ebersberg ferner fünf Container-Anlagen für je 30 Bewohner zur Verfügung, damit der Landkreis Ebersberg, der mit der aktuellen und erneuten Abverlegung von über 150 Asylbewerbern deutlich unter die Quotenerfüllung fällt, für etwaige Neuzuweisungen wieder aufnahmefähig wird. Ob diese Anlagen an einem oder mehreren Standorten etabliert werden, ist noch offen, ebenso die Standortsuche. ez

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