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Der Platz am Feuerwehrhaus in Neufarn ist derzeit unbefestigt. Das soll sich ändern.

OMV stellt Bedingungen

Risiko für mehr Sicherheit

Vaterstetten - Die Gemeinde Vaterstetten lässt Fläche am Neufarner Feuerwehr-Gerätehaus befestigen, obwohl darunter eine Ölleitung der OMV liegt. Das könnte Probleme mit der Haftung geben.

Damit die Feuerwehr Neufarn besser üben kann und mehr Sicherheit für die Bürger besteht, geht die Gemeinde Vaterstetten ein Risiko ein. Das Thema beschäftigte den Bauausschuss.

Westlich des Gerätehauses der Feuerwehr Neufarn (Gemeinde Vaterstetten) befindet sich ein Parkplatz, der jedoch nur teilweise befestigt ist. Der Kommandant der Feuerwehr, Andreas Garhammer, forderte Bürgermeister Georg Reitsberger (FW) in einem Gespräch auf, das zu ändern. Begründet wurde dies damit, dass der lose Untergrund dafür sorge, dass Feuerwehrübungen vor dem Gerätehaus nicht ordentlich durchgeführt werden könnten. Die Gerätschaften und Einsatzautos würden durch den Schmutz in Mitleidenschaft gezogen werden und müssten nach Abschluss der Übung jedes Mal gesäubert werden.

„Es gibt da ein bisschen Probleme“, sagte Reitsberger in der Sitzung. Ralf Schloemilch vom Bauamt präzisierte: Unglücklicherweise liege unter dem Parkplatz die Mineralölleitung der OMV.

Jeglicher Eingriff in den Untergrund bedürfe der Zustimmung der OMV, heißt es weiter aus dem Bauamt. Das gilt auch für einen Schutzstreifen von etwa fünf Meter links und rechts neben der Leitungstrasse. Diese Zustimmung sei mit dem Abschluss einer Vereinbarung verbunden, die der Bürgermeister unterzeichnen müsse. Laut Bauamt enthält diese Vereinbarung umfassende Haftungs- und Freistellungsregelungen im Falle eines Schadens. Angesichts etwaiger Schäden an den Leitungen und deren potenziellen Folgen für die Kommune sei eine derartige Vereinbarung in ähnlich gelagerten Fällen bisher von der Gemeinde nicht geschlossen worden.

„In Parsdorf hatte es einmal solche Überlegungen gegeben“, sagte Bauamtsleiterin Brigitte Littke in der Sitzung. Aufgrund dieser Umstände, habe die Verwaltung bis dato dem Bürgermeister nicht empfehlen können, hier eine Unterschrift zu leisten. Rathauschef Reitsberger hatte jedoch auf die Bedeutung der Angelegenheit für die Feuerwehr Neufarn hingewiesen und das Thema auf die Tagesordnung des Ausschusses setzen lassen.

Albert Wirth, CSU-Gemeinderat und früherer Kommandant der Feuerwehr Parsdorf-Hergolding, sah die Angelegenheit nicht so dramatisch. „Die Problematik ist klar. Die OMV wird keinen Millimeter davon abweichen.“ Aber die Ölleitung sei von Triest bis zum Flughafen mehrfach überpflastert. Auch die Schulstraße in Neufarn führe drüber. Und der Madlsteigweg liege ebenfalls in der Verbotszone. Die Leitung werde zudem mehrmals pro Woche zur Kontrolle überflogen. „Wenn da jemand baggert, landet sofort der Hubschrauber.“ Wirth sprach von einem „Knebelvertrag.“

Maria Wirnitzer (SPD) schlug vor, die Fläche nicht zu asphaltieren, sondern zu pflastern. Zudem sollten entsprechende Markierungen angebracht werden.

Die Rathausverwaltung hatte schon im Vorfeld Angebote für die Befestigung des Parkplatzes eingeholt. Die Kosten würden sich auf etwa 18 000 Euro bis 20 000 Euro brutto belaufen.

Schließlich stimmte die Mehrheit der Ausschussmitglieder für eine Befestigung der Fläche.

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