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Das Abbaugebiet in Buch in der Gemeinde Kirchseeon darf erweitert werden. Weitere Einzelheiten werden erst in der jeweiligen konkreten Abbaugenehmigung festgelegt.

Kiesabbau in Kirchseeon

Genehmigung für Generationen

Kirchseeon  - Der Gemeinderat Kirchseeon gibt Grünes Licht: Weitere Kiesabbauflächen bei Buch und westlich von Eglharting festgelegt. Nähere Einzelheiten werden erst in der konkreten Abbaugenehmigung festgelegt.

Protest nützt. Und der kam aus Buch. Im Kirchseeoner Ortsteil wird schon lange großflächig Kies abgebaut. Nun soll die Abbaufläche erweitert werden. Aber nur noch bis maximal 200 Meter an die östliche Bebauung heran. Dafür aber nach Norden fast bis zur Eglhartinger Straße.

Das Vorhaben hat ein lange Vorgeschichte. Im Jahr 2009 wollte ein Moosacher Unternehmer nahe des Kirchseeoner Gymnasiums Kies im angrenzenden Wald abbauen. Harscher Protest formierte sich, ein sogenannter Bürgerantrag, Vorform eines Bürgerbegehrens, ging versehen mit 582 Unterschriften im Rathaus ein. CSU und Freie Wähler lenkten ein, versetzten zusammen mit der damals tonangebenden SPD im Verein mit den Grünen dem Projekt den Todesstoß.

Im Mai 2011 zog der Moosacher Unternehmer schließlich seinen Antrag zurück. Doch damit das Nein beim Gymnasium planungsrechtlich auf sicheren Beinen steht, musste Ausgleich geschaffen werden. In zwei Fällen wird die Ausbeutung des Gerölls aus der Eiszeit ausdrücklich gestattet. Erstens: In Buch auf dem Gelände der Münchner Kies Union. Zweitens: Westlich von Eglharting, südlich der Bahnlinie, darf die Ebersberger Firma Held ebenso weiter baggern.

Nun wurde der Flächennutzungsplan geändert. Die ursrünglich geplanten Abbaugebiete reichten „unzumutbar nah an die Wohnbebauung heran“, hatten die Bucher moniert. Sie forderten größeren Abstand. Dagegen verwies die Regierung von Oberbayern als übergeordnete Behörde auf den geltenden Regionalplan, in dem nämlich bei Buch ein deutlich größeres als von der Kirchseeoner Verwaltung vorgesehenes Abbaugebiet eingezeichnet ist.

Die Lösung: Die Abbaufläche wird so weit wie nach dem Regionalplan maximal möglich von der Bucher Bebauung abgerückt. Rund 200 Meter, wie Klaus Steinert vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München aus dem Regionalplan ermittelt hatte. Dafür aber wird nach Norden hin erweitert, fast bis zur Eglhartinger Straße. Es handele sich da aber um ein Generationenthema, lenkte Bürgermeister Udo Ockel gleich den Blick in die fernere Zukunft. Denn auch in zukünftigen Generationen wird nach der jetzt vorgenommenen Planausweisung noch Kies bei Buch abgebaut werden können. Möglicherweise dann mit einem Straßendurchstich von der Eglhartinger Straße zur nach Zorneding führenden EBE 12, damit dann die mit Kies beladenen Lastwagen nicht mehr durch Buch fahren müssen.

Die Fragen nach den Betriebszeiten und dem Zeitraum für den Abbau, die die Bucher zudem gestellt hatten, wurden in der Sitzung nicht beantwortet. Konnten sie auch nicht. Denn all dies, so der Bürgermeister, werde nicht im Flächennutzungsplan, sondern erst bei der jeweiligen konkreten Abbaugenehmigung behandelt. Ohne große Einwände wurde der westlich von Eglharting, südlich der Bahnlinie mögliche Kiesabbaubereich auf den Weg gebracht. Er wurde, damit nicht wegen des gleichen Themas ein weiteres Änderungsverfahren in den Weg geleitet werden muss, zudem gleich erweitert. Das mögliche Abbaugebiet reicht dort nun bis hin zur Bundesstraße. er

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