Hunde könnten beim Spazierengehen in Gefahr sein Foto: s. Rossmann

Mögliche Giftköder: Polizei rät zur Vorsicht

Zorneding - Ist in Zorneding ein Hundehasser unterwegs? Schon wieder wurde ein verdächtiger Fund gemacht, der sich als vergifteter Köder erweisen könnte. Die Polizei Poing ermittelt und rät allen Hundebesitzern zur Vorsicht.

Laut Polizei fanden Spaziergänger am vergangen Mittwoch auf einem Feldweg am Ortsrand von Zorneding (Moosacher Weg) mehrere tiefgefrorene Würfel zusammengepresster Fleischreste. Da dieser Feldweg von vielen Hundebesitzern für Spaziergänge genutzt wird, wurden die Würfel von besorgten Hundehaltern der Polizei gemeldet. Jetzt sollen die „Fleischbällchen“ in einem Labor untersucht werden.

Bereits vergangene Woche hatte eine 70-jährige Hundebesitzerin ein ähnliches Corpus Delicti auf die Wache der Poinger Polizei gebracht. Entdeckt wurde das Hackfleisch von der Rentnerin unter einem Haufen Blätter in der Nähe des Zornedinger Herzogplatzes. Dort warnte danach ein Zettel die Hundebesitzer: „Freitag, 26. April, wurde hier auf diesem Areal ausgelegtes frisches Hackfleisch gefunden. Vermutlich ist es mit Gift versetzt! Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei melden“, werden die Spaziergänger zur Aufmerksamkeit aufgefordert.

Handelte es sich um vergiftete Hundeköder oder nur um ein weggeworfenes Fleischpflanzl? Der verdächtige Fund ging zur Kontrolle an das Landeskriminalamt in München. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. „Das kann mehrere Wochen, aber auch Monate dauern“, so am gestrigen Donnerstag die Auskunft des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord mit Sitz in Ingolstadt. „Das können wir auch nicht beeinflussen.“

Helmut Hintereder, Leiter der Polizeiinspektion Poing, dauert das alles viel zu lange. Deshalb hat er Kontakt mit dem Veterinäramt des Landratsamts Ebersberg aufgenommen. Dort konnte man ihm aber auch nicht weiter helfen. „Sie sagten, zuständig sei die Polizei und man hätte auch keine anderen Untersuchungsmethoden“, so Hinter-eder.

Ob es sich um „Serie“ handelt, ist unklar. Der Inspektionsleiter verweist jedoch auf aktuelle Giftköder-Fälle im Umland von München. „Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang.“ Weil bisher noch keine Ergebnisse vorliegen, sieht der Inspektionsleiter keinen Grund zur Panik. Er rät jedoch Hundehaltern zur Vorsicht. Beim Spazierengehen sollte darauf geachtet werden, dass der Vierbeiner nicht unkontrolliert irgendetwas fresse.

Hunderfreunde würden ihre Tiere gerne auch ohne Leine laufen lassen. Um den Vierbeiner auch dabei zu schützen, schlägt der Inspektionsleiter vor, dass der Hund einen Maulkorb trägt.

Wer weitere mögliche Giftköder findet oder sachdienliche Beobachtungen gemacht hat, kann sich an die Polizeiinspektion Poing wenden, Telefon (0 81 21) 9 91 70. (lan)

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