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ortellini auf die Teller: Über die Theke der Realschul-Mensa Vaterstetten wandern keine Fertiggerichte.

Chefkoch setzt auf Qualität

Neue Mensa an der Realschule Vaterstetten: Frisch statt fertig

Vaterstetten - Endlich: Im neuen Erweiterungsbau hat die Realschule Vaterstetten nun ihre eigene Mensa. Bislang mussten sich Schüler wie Lehrer mittags meist beim Bäcker, im Supermarkt, beim Pizzadienst oder am Dönerstand versorgen.

Betreiber ist die Firma „food artists“ aus Zorneding. Inhaber Matthias Kowalsky, ein gelernter Koch, Bäcker und Konditor, erzählt: „Angefangen haben wir mit Kindergärten, weil ich wollte, dass mein Sohn dort anständiges Essen bekommt. Wir beginnen täglich um vier Uhr morgens in unserer Zornedinger Küche und bereiten dort alles frisch zu“, berichtet er und betont, dass er Wert legt auf frische und saisonale Produkte. „Wir arbeiten ohne Geschmacksverstärker, verwenden keine Fertigsoßen oder Fertigbrühen, sondern unsere eigenen Gewürzmischungen.“ Außerdem bevorzugt Kowalsky nach Möglichkeit Waren aus der Region, sein Fleisch bezieht er unter anderem vom Biohof Lenz in Zorneding, Brot und Backwaren von der Bäckerei Dümig aus Haar.

Jeden Tag gibt es jeweils ein warmes Gericht mit und ohne Fleisch, dazu Salat und einen Nachtisch. An diesem Tag stehen Ricotta-Spinat-Tortellini mit Kräuter-Käse-Soße auf dem Speiseplan, außerdem Dinkelbrot mit Frischkäse. Wasser gibt es gratis, andere Getränke sind ebenfalls im Angebot und kosten 50 Cent Pfand. „Leider bringen trotzdem nicht alle Schüler die leeren Flaschen zurück“, sagt Kowalsky.

Das Menü kostet 4,30 Euro und bis jetzt können die Schüler ohne Voranmeldung kommen und bar bezahlen. Chipkarten und eine langfristige Voranmeldung zum Essen, wie in anderen Schulen üblich, will Kowalsky möglichst vermeiden. Er ist zuversichtlich, dass sein Team – ein Koch und zwei Küchenhilfen – dem Ansturm auch so gerecht werden kann.

Der große Ansturm beginnt um ein Uhr mittags, wenn die Schüler hungrig in die Mensa stürmen. Was hat ihnen in der ersten Woche am besten geschmeckt? „Die Currywurst mit Bratkartoffeln!“, da sind sich alle einig. Die „langen Nudeln“ kamen nicht ganz so gut an, aber beim Kaiserschmarrn schwärmen Schüler und Lehrer gemeinsam: „Dazu gab es selbst gemachtes Apfelkompott, das war sehr lecker“, so eine Lehrerin.

Insgesamt ist das Fazit hervorragend: „Ich würde fünf Sterne geben“, meint ein Fünftklässler und Kowalsky freut sich: „Es ist schön, für Kinder zu kochen und wenn ich mitbekomme, dass es schmeckt, dann hat sich das frühe Aufstehen gelohnt.“

Noch ist nicht alles fertig. Schulleiterin Anita Ruppelt berichtet, dass in den kommenden Tagen eine Garderobe eingebaut wird. Im Sommer soll außerdem der kleine Außenbereich neu gestaltet werden, sodass man bei schönem Wetter auch draußen sitzen kann.

Susanne Edelmann

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