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Inzwischen mit Videokameras bestückt: Das Parkhaus am Bahnhof in Vaterstetten.

CSU: Völlig falsches Zeichen

Rathaus Vaterstetten will Zusammenarbeit mit Sicherheitsdienst beenden

Vaterstetten -  Bisher kontrolliert ein privater Sicherheitsdienst im Auftrag des Rathauses vor allem nachts neuralgische Punkte im Gemeindegebiet. Nun gibt es Überlegungen, diese Streifen einzustellen oder deutlich zu reduzieren.

Die private Überwachung einzustellen sei ein völlig falsches Zeichen für die Bevölkerung, so CSU-Gemeinderätin Christl Mitterer jetzt in der Debatte im zuständigen Ausschuss. Man müsse sich das Thema genauer anschauen. Die Security-Firma solle in nichtöffentlicher Sitzung die Sicherheits-Situation und ihre Arbeit vorstellen, so der Vorschlag der CSU-Gemeinderätin. 

Auch Josef Mittermeier, Sprecher der SPD-Fraktion, betonte, es gehe darum, was der Einsatz der Sicherheitsfirma bringe, welche Verbrechen oder Zwischenfälle verhindert würden. Vielleicht müsse man mehr in die Jugendarbeit und in die Prävention stecken. 

Hintergrund: Vor rund 20 Jahren wurde eine örtliche Security-Firma beauftragt, die gemeindlichen Liegenschaften zu überwachen, darunter „Brennpunkte“ wie das Jugendzentrum und den Abenteuerspielplatz. Dazu kamen die Bahnhöfe und das Parkhaus. Einen ausgearbeiteten Vertrag gab es nicht, wohl aber eine Reihe von Einzelaufträgen. Kosten pro Jahr für die Gemeinde: rund 58 000 Euro. 

Laut Bürgermeister Georg Reitsberger (FW) hätten sich die Rahmenbedingungen inzwischen geändert. Der Abenteuerspielplatz sei eine „ruhige Zone“. Das Jugendzentrum in seiner damaligen Form gibt es nicht mehr. Laut Rathaus hätte sich in den Jahren 2014 und 2015 keine nennenswerten oder sicherheitsrelevanten Vorkommnisse beziehungsweise hohe Sachschäden an gemeindlichen Einrichtungen gegeben. Ähnliches gelte in Bezug auf Beschwerden aus der Bevölkerung.

Klar wurde in der Sitzung aber auch, dass Bürger inzwischen häufig direkt beim Sicherheitsdienst anrufen würden und sich nicht an die Polizei wenden.

Mit der Einführung von Gebühren im Parkhaus am Bahnhof Vaterstetten seinen dort auch Überwachungskameras installiert worden. Kameras seinen laut Rathaus künftig auch an den Bahnhöfen Baldham und Vaterstetten geplant. Dadurch sei „ein hohes Maß an Überwachung im Gemeindegebiet Vaterstetten vorhanden“. Durch die Schließung der Polizeistation in Vaterstetten könne zudem die Polizeiinspektion Poing inzwischen öfter Streifenwagen durch die Gemeinde Vaterstetten schicken. Der Schließdienst im Sportzentrum werde inzwischen wieder von Mitarbeitern der Gemeinde übernommen. Auch dem Ordnungsamt lägen für die vergangen beiden Jahre keine außergewöhnlichen Beschwerden hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung vor. 

Daher jetzt der Vorschlag des Rathauses, die Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst zu beenden und die Firma erst wieder zu beauftragen, wenn Bedarf bestehe. Dieser Vorschlag stieß unter anderen bei Gemeinderat Wolfgang Schermann (Freie Wähler) auf Zustimmung. Andere Mitglieder des Gremiums waren skeptischer. Christl Mitterer berichtete von „seltsamen Gestalten“ am Bahnhof. Wenn jemand dort um sieben Uhr früh beim Semmelholen vorbeigehe, dann sei es „gruselig“. Auch künftig privat kontrollieren zu lassen, fände Mitterer positiv. Wie es weiter geht, darüber soll jetzt eine Arbeitsgruppe beraten und das Ergebnis dem Gemeinderat vorlegen.

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