Übergabe im Rathaus (v.l.): Bürgermeister Georg Reitsberger , Franziska Schröer , Annegret Rosenthal , Viviane Köhler , Philipp Stauber , Katja Nöbauer mit Anna Lena und Bianca Bauer.

Eltern machen mit 170 Unterschriften Druck

Vaterstetten - Einen kleinen Sieg haben die Eltern bereits errungen.

Einen ersten Runden Tisch mit den Verantwortlichen von Gemeinde, Trägern und Betroffenen wird es wohl schon in der nächsten Woche und nicht, wie bisher geplant, erst im September geben. Das erklärte am gestrigen Freitag Georg Kast, persönlicher Referent von Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger.

Eltern übergaben im Rathaus 170 Unterschriften aus drei Kinderbetreuungseinrichtungen. Weitere Listen aus anderen Tagesstätten sollen folgen. Es geht um fehlendes Personal. Unter anderem können im kommenden Jahr nicht alle Gruppen die Arbeit aufnehmen, weil die Betreuer fehlen. Die Eltern fordern die Gemeinde auf, sich mehr bei der Personalsuche zu engagieren, sowohl organisatorisch, als auch mit finanziellen Anreizen wie der Arbeitsmarktzulage für Kindergärtnerinnen.

Letztere zu bezahlen lehnt die Gemeinde jedoch ab. Bürgermeister Reitsberger, der eigentlich im Urlaub ist, nahm die Unterschriften am Freitag entgegen. Er rechnete vor, die Zulage würde die Gemeinde rund 400 000 Euro pro Jahr kosten. Wenn die Zulage auf die Eltern umgelegt würde, wären das pro Platz und Monat 26 Euro. „Das wäre doch machbar“, so Franziska Schröer, eine der aktiven Mütter.

Reitsberger wies auch darauf hin, dass die Gemeinde intensiv mit der Bereitstellung von Räumlichkeiten für die Kinderbetreuung beschäftigt sei. „Wir müssen noch gewaltig bauen.“ Ein weiterer Punkt sei, günstige Wohnungen für das Personal zur Verfügung stellen zu können. Reitsberger („Ich habe ein Herz für Kinder, das weiß jeder.“): „Wir müssen Ideen sammeln, wir müssen eine Lösung finden. Der gute Wille ist da im Rathaus. Wir sind behilflich bei der Suche nach Personal.“

„Wir haben gewaltig etwas losgetreten“, freut sich Annegret Rosenthal, Elternbeirätin im Kinderhaus Parsdorf, über die aktuelle Entwicklung. „Wir müssen auf die Situation aufmerksam machen. Wir werden uns noch intensiver zusammenschließen, um noch mehr Druck aufzubauen“, so Schröer. Nun wollen die Eltern zunächst den Termin in der kommenden Woche abwarten. Es werden jedoch laut Kast nur ein Teil der Kindergärten und Träger eingeladen und nicht Vertreter von allen Einrichtungen, da die Probleme von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich seien.

lan

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