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Notliste: Jennifa Ramic vom Krippenhaus trägt Eltern ein, die aus verschiedenen Gründen die Betreuung brauchen.

Personal krank, Betrieb eingeschränkt

Eltern stehen vor verschlossenen Türen der Kinderkrippe

Vaterstetten - Die Situation in Vaterstetten ist derzeit aufgeheizt, wenn es um Betreuungseinrichtungen für Kinder geht.

Eltern haben sich mit Briefen an das Rathaus gewandt. Einer der Kritikpunkte sind fehlende Betreuerinnen. Am Mittwoch standen einige Eltern an der Kinderkrippe Luise-Bayerlein-Haus im Norden von Vaterstetten vor verschlossenen Türen. Eigentlich hat das Krippenhaus 60 Plätze. Aber nur rund 20 Kinder konnten am Mittwoch betreut werden. Der Grund: Von 13 Betreuerinnen waren nur vier da. Die anderen fielen wegen Krankheit kurzfristig aus. Ersatz war in der Kürze der Zeit nicht zu bekommen.

Am Mittwochabend konnten sich Eltern dann in eine Notliste eintragen. Die Krippenleitung hatte über die Situation informiert. Der Abendtermin wurde gewählt, um allen Betroffenen eine Chance zu geben, auf die Liste zu kommen. Entschieden werden sollte nach der Dringlichkeit des Bedarfs. Wer unbedingt Betreuung brauchte, weil die Eltern arbeiten müssen und keine Großeltern oder andere Verwandte da sind, die einspringen könnten, sollte auch sein Kind in die Krippe bringen können.

„Das tut uns wahnsinnig leid. Es ist das erste Mal, dass uns das hier passiert“, so Otto Knauer von der Diakonie, dem Träger der Einrichtung am Eulenweg. Es gebe aber aus rechtlichen Gründen keine Möglichkeit, bei einem deutlich verringerten Personalstand alle Kinder zu betreuen. Das schreibe das BayKiBiG so vor.

Am Donnerstag konnten wieder zwei erkrankte Erzieherinnen ihre Arbeit aufnehmen. „Da konnten dann 28 Kinder betreut werden. Wir gehen auch davon aus, dass in der kommenden Woche wieder regulärer Betrieb ist“, so Knauer. Die aktuelle Situation sei ein unglückliches Zusammentreffen von „ganz normalen Krankheitsfällen“ gewesen.

Die meisten der Eltern zeigten Verständnis für die Situation. Manche bedauerten jedoch, dass es für solche Fälle keinen ausreichenden „Personalpuffer“ gebe. Und eine drängende Frage stellte sich so mancher Betroffener. „Wie erkläre ich das meinem Arbeitgeber?“

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