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Das Rathaus Vaterstetten hat die Planungen für die Umfahrungen von Weißenfeld und Parsdorf an der Regierung von Oberbayern vorgelegt.

Derzeit laufen die Grundstücksverhandlungen

Umfahrung Weißenfeld und Parsdorf: 22 Millionen Euro für mehr Ruhe

Vaterstetten – Jetzt wird es ernst: Der Gemeinderat Vaterstetten gab den Startschuss zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Umfahrungen Weißenfeld und Parsdorf.

Veranschlagte Gesamtkosten für das Projekt inklusive Grunderwerb: 22,24 Millionen Euro. Einen erheblichen Anteil davon, maximal rund 4,5 Millionen Euro, übernehmen die Investoren im Gewerbegebiet Parsdorf. Es besteht allerdings ein gewisser Zeitdruck – die Zusage der Investoren ist an Fristen gebunden. Ein festgelegter Teilabschnitt muss bis zum 31. Dezember 2023 verkehrswirksam übergeben werden.

Vier große Aktenordner umfassen die Unterlagen, die bei der Regierung von Oberbayern als Vorausmappe eingereicht wurden, wie Manfred Weber vom gemeindlichen Bauamt in der Sitzung berichtete. Bei der Bezirksregierung habe es Vorgespräche gegeben. Die Regierung „prüft auch schon mal“. Änderungen seien aber noch möglich.

Derzeit laufen die Grundstücksverhandlungen

Derzeit laufen die Grundstücksverhandlungen. Mit sämtlichen privaten Grundstückseigentümern seien Gespräche geführt worden, so Weber. Alle hätten im Verhältnis eins zu eins Angebote für Tauschgrundstücke erhalten. Schriftlich seien die letzten Angebote am Mittwoch versandt worden, also einen Tag vor der Sitzung.

Zu den Verhandlungen gab es in der Sitzung kritische Anmerkungen. Klar ist: Nach positivem Abschluss des Planfeststellungsverfahrens gilt das Projekt als von übergeordnetem Interesse. „Das läuft dann relativ schnell auf eine Enteignung hinaus“, so Axel Weingärtner von den Grünen in der Sitzung. Vizebürgermeister Martin Wagner (CSU), der die Sitzung für den erkrankten Rathauschef Georg Reitsberger (Freie Wähler) leitete, betonte hingegen, erst nach einem derartigen Verfahren wisse man genau, wo die Trasse verlaufe. Und: „Wenn wir im Besitz der Grundstücke wären, bräuchten wir kein Planfeststellungsverfahren.“ Den gleichen Weg sei man übrigens auch bei der Umfahrung von Zorneding gegangen.

So soll die Trasse aussehen

Zentraler Punkt der Planung für die Umfahrung ist die Trassenführung – zunächst vom Kreisverkehr nördlich der Autobahn zwischen der A 94 und dem Kieswerk nach Westen. Westlich des Werks beziehungsweise des Sees biegt die Trasse nach Süden ab und wird mit einer Brücke über die Autobahn geführt. An einem weiteren Kreisverkehr beginnt dann die Umfahrung von Weißenfeld, die beidseitig, sowohl im Norden als auch im Süden um den Ort herumführt.

Die gesamte Baumaßnahme ist in vier Teilabschnitte gegliedert. Die Trasse soll vor allem rund um Weißenfeld unterhalb der Geländekante verlaufen. Die Straße selbst wäre dann laut den Planern nicht mehr sichtbar, auch die Autos wären größtenteils nicht mehr zu sehen.

Die Gemeinde hat sich zudem für das Aufbringen eines lärmmindernden Belags ausgesprochen. Deshalb seien laut Planern auch keine weiteren aktiven oder passiven Lärmschutzmaßnahmen notwendig. Vorgestellt wurden in der Sitzung zudem eine Reihe von ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, beispielsweise für Fledermäuse, Kiebitz oder Feldlerche.

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