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Ob die Bahnhöfe in Vaterstetten künftig videoüberwacht werden, steht noch nicht fest.

Bürgermeister bremst seine Verwaltung ein

Videoüberwachung an Vaterstettener Bahnhöfen ungewiss

Vaterstetten - Da sei das Rathaus wohl etwas voreilig gewesen, räumt Bürgermeister Georg Reitsberger (FW) ein. Es geht um die Frage, ob die Bahnhöfe in Vaterstetten und Baldham künftig aus Sicherheitsgründen mit Videokameras überwacht werden. Eine Entscheidung darüber ist noch nicht gefallen.

In der Vorlage zur jüngsten Sitzung des Hauptausschusses des Gemeinderats hieß es dazu allerdings: „Durch die Fortentwicklung der Kameraüberwachungen, neuerdings auch im Parkhaus Vaterstetten und künftig am S–Bahnhaltepunkt Vaterstetten/Baldham ist ein hohes Maß an Überwachung im Gemeindegebiet Vaterstetten vorhanden.“

Bei der Vorlage ging es um den bereits über Jahre von der Kommune beauftragten Einsatz eines Sicherheitsdienstes im Gemeindegebiet Vaterstetten (wir berichteten). Die laufenden Aufträge sollten gekündigt werden. Ein Argument war dabei die Video-Überwachung. Zudem wies das Rathaus darauf hin, dass in den vergangenen zwei Jahren keine nennenswerten und sicherheitsrelevanten Vorkommnisse verzeichnet worden beziehungsweise hohe Sachschäden an gemeindlichen Einrichtungen entstanden seien.

Wie Reitsberger gegenüber der EZ erklärt, würden die derzeit laufenden einzelne Aufträge für den Sicherheitsdienst gekündigt. Dann soll die Angelegenheit auf eine neue Basis gestellt werden. Es soll ein umfassender Vertrag mit dem Unternehmen ausgearbeitet werden, den es in dieser Form bisher noch nicht gegeben habe. Falls es keine Videokameras auf Bahngrund geben sollte, könnte die Gemeinde auch in Eigenregie und auf eigene Rechnung eine derartige Überwachung einführen, sagt der Bürgermeister. Zur Finanzierung könnte man das derzeit „üppige Budget“ für den Überwachungsdienst kürzen.

Eine Anfrage der Ebersberger Zeitung bei der Bahn ergab, dass weder von Seiten des Freistaats noch von der Bahn Videokameras an den Bahnhöfen Vaterstetten oder Baldham geplant sind. Gefördert durch den Freistaat Bayern gebe es bereits Videokameras unter anderem in Ebersberg, Grafing-Bahnhof, Poing und Markt Schwaben. Die Standorte wurden laut Bahn in enger Abstimmung von Bundespolizei, Freistaat und Bahn festgelegt. Die Kameras zeichneten nur auf und würden im Regelfall nach 48 Stunden automatisch überschrieben, so ein Bahnsprecher. Lediglich wenn die Polizei die Aufnahmen anfordere, werde das Band entnommen und von der Polizei und nicht von der Bahn ausgewertet.

Dass es zum Thema Videoüberwachung Kontakt zwischen der Polizei und der Gemeinde gegeben habe, bestätigte Helmut Hintereder, Leiter der Inspektion in Poing, die auch für Vatersteten zuständig ist. Dahinter stecke eine Anfrage des Polizeipräsidiums, wo sich die Polizei vor Ort zusätzliche Kameras vorstellen könne, um die Sicherheit zu erhöhen. Eine Möglichkeit sei eine Installation am Bahnhof Baldham. Vor einer Entscheidung gehe es aber zunächst noch darum, Fragen des Datenschutzes zu klären, so Hintereder. Das könne noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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