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Ringen um die Preisvergabe: Die Jury diskutiert über die Wettbewerbsteilnehmer.

Wettbewerb "Die Gute Form"

Renaissance der guten, alten Eiche

Zorneding - Der Schreinernachwuchs stellt beim Wettbewerb "Die Gute Form" seine gestalterischen Fähigkeiten vor. Eichenholz liegt dabei voll im Trend.

Schreinerlehrlinge können sich glücklich schätzen. Sie dürfen am Ende ihrer Ausbildung ein Gesellenstück entwerfen und fertigen, das ihnen, wenn es gut läuft, die nächsten Jahrzehnte Freude bereitet und sie an die Lehrzeit erinnert. Das Gesellenstück des angehenden Schreiners soll natürlich handwerklich-technisch möglichst perfekt gearbeitet sein, es sollte aber auch gestalterischen Kriterien entsprechen, modern sein und funktional. Diese eher „weichen“ Kriterien werden im Wettbewerb „Die Gute Form“ der Schreinerinnungen bewertet. Heuer waren es sieben Gesellenstücke, die sich für den Wettbewerb qualifiziert hatten. Drei konnten leider nicht bewertet werden, wegen Überschreitens der Altersgrenze und wegen Zugehörigkeit zu anderen Innungen.

Wie in den Jahren zuvor lud die Schreinerinnung Ebersberg zur Jurierung in die Raiffeisenbankzentrale nach Zorneding ein, wo die Gesellenstücke noch bis Ende August besichtigt werden können. Dort trafen sich Hausherr Martin Schottenheim, Obermeister Johann M. Wieser, sein Stellvertreter Andreas Stable, der Anzinger Schreinermeister und frühere Obermeister Martin Finauer, Wolfhard Binder, Chef der Raiffeisenbank Ebersberg, Simon Butz von der Meisterschule München, Architekt Markus Steffelbauer, der Miesbacher Kreishandwerksmeister Martin Heimgreiter und EZ-Redakteurin Sabine Heine, um herauszufinden, welches der sieben Gesellenstücke nun die beste „Gute Form“ hat. Die Aufgabe war nicht leicht zu lösen, denn letztendlich waren es ja alle ausgesprochen schöne Möbel, die die jungen Leute für ihre erste, große berufliche Herausforderung gestaltet und gefertigt haben. Aber am Ende verkündte Obermeister Johann M. Wieser freuig: „Das Ergebnis fiel deutlich aus.“ Die ersten Plätze machten Möbel aus Eichenholz unter sich aus. Nicht klobig schwer, wie zu Opas Zeiten, nein, leicht und elegant alle drei Gesellenstücke.

Den ersten Platz hat Daniel Käser von der Schreinerei Reim in Anzing mit seinem Fernsehunterschrank gewonnen. Konsequente Einfachheit bestätigte ihm die Jury, erfreuliche Schlichtheit und eine gute Holzauswahl.

Stefan Bayer von der Schreiner Reimer in Vaterstetten hat ein dezent-elegantes Sideboard, ebenfalls aus Eichenholz, konzipiert. Dafür bekam er den zweiten Preis im Wettbewerb „Die gute Form“. Der dritte Preis geht an Florian Tkaczuk von der Schreinerei Finauer in Anzing. Tkaczuk hat ein etwas ungewöhnliches „Kraxlkastl“ gebaut. Ein ganz spezielles Möbelstück, in dem der junge Geselle künftig seine Bergsteigerutensilien unterbringen wird. Auch das: Eine „Gute Form“.

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