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Bürgermeister Piet Mayr bei seinem Rechenschaftsbericht vor der Bürgerversammlung im Martinstadl Zorneding

Bürgerversammlung im Martinstadl

Verkehr in Zorneding Bürger-Sorge Nummer eins

Zorneding – Bei der Bürgerversammlung im gut gefüllten Martinstadl hatten nach dem Rechenschaftsbericht von Zornedings Bürgermeister Piet Mayr (CSU) die Bürger der Gemeinde das Wort.

Hans Scheuring vom Daxenberg klagte über zunehmenden Verkehr in verkehrsberuhigten Straßen und Anliegerwegen, seit dort die Gehsteige abgesenkt und die Pfosten entfernt worden seien. „Die Spielstraße juckt die Leute nicht!“, klagte er und forderte Geschwindigkeitskontrollen. Dem Rathauschef ist das Problem bekannt, allerdings seien die Verursacher vor allem die Anlieger selbst. Er kündigte an, sogenannte „Berliner Kissen“ zur Geschwindigkeitsreduzierung einbauen zu lassen.

Gefährlicher Schulweg

Schülerlotsin Cordula Wieser klagte über den Kreisverkehr in der Birkenstraße. Die Querung dort sei für Schulkinder sehr gefährlich. Bauamtsleiterin Diana Saiger lehnte einen Zebrastreifen jedoch ab: „Der ist dort rechtlich nicht zulässig und würde zudem eine Sicherheit vorgaukeln, die nicht existiert.“ Barbara von Stein, Elternbeirätin an der Grundschule, erinnerte Saiger an bereits bestehende Absprachen: „Bislang wurde nichts davon umgesetzt, wann passiert da endlich was?“ Saigers Antwort, dass der Breitbandausbau abgewartet werden solle, weil dann ohnehin Straßenarbeiten nötig seien, wurde im Saal mit Unmut aufgenommen, da das Ob und Wann des Breitbandausbaus noch nicht feststeht.

Hoffnung auf mehr Elektromobilität

Der Ausbau der Elektromobilität beschäftigte Manfred Patzke und Dietmar Fasold vom Daxenberg, die anregten, sich bereits jetzt über die nötige Infrastruktur für Stromtankstellen und etwaige Fördergelder Gedanken zu machen. Bürgermeister Mayr räumte ein, sich bislang noch nicht zu Fördergeldern kundig gemacht zu haben und versprach dies nachzuholen.

Franz Bachl aus Pöring kritisierte den geplanten Berufsschulstandort: „Der Standort passt nicht, wir haben da jetzt schon einen Verkehrsslalom.“ Er bat den Gemeinderat um Prüfung und darum, die Schule woanders zu bauen. Dafür erhielt Bachl großen Applaus aus dem Publikum.

Sorge wegen Fluglärms

Yvonne von der Linden klagte über zunehmenden Fluglärm in der Gemeinde. Geschäftsleiter Daniel Kommnick gab zu bedenken: „Lärmempfinden ist immer sehr subjektiv.“ Auch sei der Lärm von Witterung und Flugkorridoren abhängig. Aufgrund einer ähnlichen Beschwerde habe er im Sommer aber eine Fluglärmmessung vom Flughafen München durchführen lassen. Diese hatte nur einzelne Störungen in einem stressauslösenden Dezibelbereich ergeben. Die genauen Messergebnisse stehen auf der Homepage des Flughafens. Michael Philipp ergänzte, dass es vor allem Personenhubschrauber seien, die südlich von Zorneding für viel Lärm sorgten, weil sie deutlich tiefer flögen als Passagierflugzeuge.

Rainer Sendrowski lobte den Verein Per Noi, der sich um die Partnerschaft mit Cappella Maggiore kümmert. „Allerdings engagiert sich außer dem Bürgermeister niemand vom Gemeinderat dafür“, kritisierte er und bekam von Mayr Recht: „Ich lade den Gemeinderat regelmäßig ein, mitzufahren.“ Immerhin gebe es aber einen kulturellen Austausch, Chorkonzerte und die Fußballer führen nach Cappella Maggiore ins Trainingslager. „Aber für weitere Ideen bin ich offen“, so der Bürgermeister.

Weitere Themen waren Amateurfunk, die neue Einbahnstraßenregelung in der Bahnhofstraße, Breitbandausbau und Disziplinmangel bei der Gartenabfallsammlung.

Susanne Edelmann

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