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Das schwere Busunglück forderte ein Todesopfer.

Tragödie am Ende der A94

Fahrer übersieht Flüchtlingsbus: Frau tot, Kind schwer verletzt

Pastetten - Ein schweres Unglück mit einem Bus mit 46 Flüchtlingen an Bord hat sich am Samstag gegen 18 Uhr am Übergang der A94 zur Staatsstraße 2331 bei Pastetten (Kreis Erding) ereignet.

Zweiter tödlicher Unfall im Kreis Erding binnen 48 Stunden: Bei einem Busunglück am Samstag kurz vor 18 Uhr auf der Kreuzung A94-Auffahrt Pastetten und der Staatsstraße 2331 Erding - Hohenlinden ist eine Frau (52) getötet worden. Der Fahrer (60) erlitt ebenso schwere Verletzungen wie der 13 Jahre alter Sohn der Getöteten. Sie stammen aus Wartenberg.

Zum Hergang berichtet das Polizeipräsidium in Ingolstadt, dass der 60-Jährige einen Fiat Panda auf der Staatsstraße 2331 in Richtung Forstern steuerte. Auf Höhe der Autobahnbrücke wollte er nach links zur A94 abbiegen. Dabei muss er den entgegenkommenden Bus völlig übersehen haben. Dieser war mit 46 Flüchtlingen aus dem Grenzgebiet auf dem Weg in den Warteraum Asyl. Der Bus erfasste den Kleinwagen mit voller Wucht und schob ihn mehrere Meter vor sich her. Für die Beifahrerin war der Aufprall vermutlich sofort tödlich.

Da anfangs von einem Busunfall mit mehreren Eingeklemmten die Rede war, löste die Integrierte Leitstelle Erding Vollalarm aus. Zahlreiche Feuerwehren aus den Landkreises Erding und Freising wurden alarmiert, dazu sämtliche Rettungsfahrzeuge aus der Region, die Sanitätseinsatzleitung, den Katastrophenschutz Erding und das Technische Hilfswerk aus Markt Schwaben. Die Polizei war mit mehreren Streifen diverser Dienststellen vor Ort.

Die Notärzte kämpften vor Ort um das Leben des Kindes und des Fahrers. Unweit des Fendsbacher Hofs wurde ein Hubschrauberlandeplatz eingerichtet. Die Rettungsflugwacht-Helikopter Christoph München und Christoph Regensburg nahmen beide Opfer auf und flogen sie in Spezialkliniken. Die Flüchtlinge und der Busfahrer hatten Glück, sie kamen mit dem Schrecken davon.

Nach einer ersten sanitätsdienstlichen und ärztlichen Sichtung vor Ort wurden sie mit einem Ersatzfahrzeug in den Warteraum Asyl auf dem Gelände des Erdinger Fliegerhorsts gebracht. Dort wurden sie erneut in Augenschein genommen. Eine kleinere weitere Zahl an Einweisungen ins Klinikum Erding war dort nötig. Auch das Kriseninterventionsteam wurde alarmiert, um sich um die Angehörigen zu kümmern. Dieser Einsatz war gegen 21.15 Uhr beendet. Die Staatsanwaltschaft Landshut bestellte einen Gutachter, um den genauen Hergang zu ermitteln. Die Kreuzung und der letzte Abschnitt der A94 waren bis tief in die Nacht gesperrt

Es handelte sich um den dritten Unfall mit einem Flüchtlingsbus seit Eröffnung von Camp Shelterschleife im Oktober. Im November geriet ein Fahrzeug nach der Kollision mit einem BMW in Vollbrand Auch hier war ein Toter zu beklagen. Im Januar wurde ein Bus auf der A8 am Irschenberg ein Raub der Flammen. Erst am Donnerstagabend war bei Zustorf ein Verkehrstoter zu beklagen. Ein 47-Jähriger war mit seinem Audi A3 gegen einen Baum geprallt. Heuer starben bislang zwei Menschen im Straßenverkehr

Ein Toter bei Unfall mit Flüchtlingsbus

Eine Tote bei Unfall mit Flüchtlingsbus: Bilder

ham

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