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Die Asylunterkunft an der Thomasstraße in Erding, in der alles begann.

Frauen belästigt, Polizisten attackiert

Asylbewerber lösen Großeinsatz in Erding aus

Erding - Flüchtlinge haben am Wochenende die Polizei auf Trab gehalten. In Erding, Moosinning und Hörlkofen wurden mehrere Straftaten begangen, darunter sexuelle Belästigung, schwere Körperverletzung und Bedrohung.

Bis zu 15 Beamte waren am Samstag wegen einer Gruppe afghanischer Flüchtlinge im Alter zwischen 17 und 25 Jahren mehrere Stunden lang im Einsatz. Nach Recherchen des Erdinger Anzeiger kamen bereits am Nachmittag Afghanen aus ganz Bayern, unter anderem aus München, Taufkirchen, Geisenhausen, Memmingen und Grafenau in die Asylunterkunft an der Thomasstraße in der Sandgrubensiedlung in Klettham, um bei Bekannten zu feiern. Die beiden 20 und 25 Jahre alten Gastgeber sollten sich später als Haupttäter herausstellen.

Florian Leitner, Hauptkommissar bei der Erdinger Polizei, berichtet, dass der erste Notruf um 19.25 Uhr bei der Einsatzzentrale in Ingolstadt einging. “Passanten haben uns informiert, dass zwei Ausländer auf den Christbaum auf den Schrannenplatz geklettert waren. Sie rissen die Lichterkette und Äste herunter. Dabei schrien sie laut herum.” Mutmaßlich hätten sich die Flüchtlinge bewusst ein christliches Symbol für ihre Provokation ausgesucht.

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Wenig später ging nach Angaben des Einsatzleiters der zweite Notruf ein. Ein weiterer Zeuge teilte mit, dass zwei Ausländer vor dem Brauereigasthof Erdinger Weißbräu zwei Frauen belästigt hätten. Die Gruppe bewege sich nun weiter die Lange Zeile abwärts. “Wir sind mit zwei uniformierten und einer zivilen Streife in die Innenstadt ausgerückt”, berichtet Leitner. Vor dem Döner-Lokal an der Ecke zum Mühlgraben trafen die sechs Beamten die Gruppe an.

Zivilpolizisten mit Faustschlägen traktiert

“Ehe wir mit der Befragung beginnen konnten, wurden einige aus der Gruppe heraus unvermittelt aggressiv. Anstatt ihre Ausweise zu zeigen, begannen zwei Afghanen, die Zivilpolizisten mit Faustschlägen zu traktieren”, so der Kommissar. Weitere Streifen und der Einsatzzug wurden zur Unterstützung angefordert. Zu viert gelang es der Polizei, die Angreifer niederzuringen und zu fesseln.

Was Leitner empört: “Rund 50 Zeugen standen um uns herum und haben zugeschaut. Dabei wurden wir immer wieder angegangen, wir sollten die Männer in Ruhe lassen.” Dieser Fall habe gezeigt, welche Gratwanderung die Polizei bei solchen Einsätzen gehen müsse. Fünf aus der Gruppe konnten abgedrängt werden. Sie erhielten einen Platzverweis und wurden aufgefordert, die Stadt schnellstmöglich zu verlassen - mit Erfolg. Die beiden Hauptaggressoren verbrachten die Nacht in der Zelle. Am nächsten Morgen wollten sie sich an nichts mehr erinnern können. Kein Verständnis hat Leitner auch für die Asylbewerber, die sich weigerten, einer Polizistin ihre Papiere zu zeigen.

Kinder mit Messer bedroht

Dramatisch waren insgesamt vier Einsätze in der erst Anfang Januar eröffneten Asylunterkunft an der Lindenstraße in Moosinning. Laut Leitner leben dort unter anderem eine Frau (20) mit zwei Kindern (6/10) ihres Bruders aus Sierra Leone. Immer wieder seien Beschwerden wegen Lärms und Streitereien gemeldet worden. Am Samstag sei die Tante dann ausgerastet: Sie bedrohte die Kinder mit einem Messer. Die riefen ihren Vater an, der in einer Asylunterkunft in Landsberg untergebracht ist. Der kam mit mehreren Begleitern, die wiederum die Verwandte massiv angingen. Es gab drei Leichtverletzte, die aber keinen Arzt an sich heran ließen. Der Helferkreis, so Leitner, half bei der Schlichtung. Am Montag soll eine Umverteilung stattfinden.

Steine auf Autos geworfen

In Hörlkofen warfen in der Nacht auf Samstag zwischen 4 und 5 Uhr Flüchtlinge von der Unterkunft an der Staatsstraße 2331 aus Steine gegen fahrende Autos. Es gibt mindestens zwei Geschädigte.

Die Polizei ist mit der Aufklärung noch intensiv beschäftigt. Gesucht werden zu allen Taten Zeugen. Melden sollen sich auch die beiden Frauen, die auf der Langen Zeile sexuell bedrängt wurden. Auch weitere mögliche Opfer werden gebeten, Anzeige zu erstatten. Das gilt auch für mögliche weitere Geschädigte durch die Steinewerfer. Die Inspektion ist unter Telefon (0 81 22) 96 80 erreichbar.

 

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