Gemeinderat Berglern

Fluchtweg für die Schule

Berglern –Steg zum Neubau und Abtrennung des Flurs geplant

„Hurra, hurra die Schule brennt!“ – für die Pop- Band „Extrabreit“ war das ein großer Hit, für Planer, Gemeinderäte und Aufsichtsbehörden wäre es aber ein Schreckensszenario. In der Grundschule Berglern könnte das im schlimmsten Fall so aussehen: Eine Schulklasse ist im Klassenzimmer im ersten Stock eingeschlossen, weil das Treppenhaus durch den Brand bereits verraucht ist. Der zweite Rettungsweg ist das Fenster, nur erreichbar über Feuerwehrleitern. Das hat den Aufsichtsbehörden in Berglern lange ausgereicht, jetzt aber nicht mehr.

Den Fachbehörden dauert es einfach zu lange, bis eine ganze Schulklasse über Drehleitern evakuiert werden kann. Nun wird eine Nachrüstung des Gebäudes verlangt. Der Gemeinderat musste befasste sich am Mittwoch mit dem Thema. Architekt Franz Pezold präsentierte die von ihm erarbeitete Lösung.

Der Planer wollte unbedingt vermeiden, am ältesten Teil des Schulhauses außen eine Feuertreppe anzubauen, und schlug einen Weg durch den Flur durch eine noch zu schaffende zweite Tür vor. Der Korridor muss zu diesem Zweck mit einer Wand geteilt werden, damit tatsächlich ein unabhängiger Rettungsweg entstehen kann.

Ein Fenster auf der Rückseite des Gebäudes muss zu einer Tür erweitert werden, und dann kommt ein Steg über das bestehende Dach zum Neubau. „Das alles ist ohne Hilfe der Feuerwehr begehbar“, stellte Pezold klar.

Er wird jetzt das Baugesuch auf der Basis dieser Planung vorbereiten. Auf Nachfrage von Konrad Huber bezifferte Pezold die Kosten mit 35 000 Euro und kommentierte: „Ich bin davon ausgegangen, dass wir das mit möglichst einfachen Mitteln herstellen.“

Die Wand, die den Flur teilen und mit einer rauchdichten Tür versehen werden muss, könne man auch aus Spezialglas bauen, das würde dann aber ein Mehrfaches kosten.

Klaus Kuhn

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