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Regenschirm und wasserfeste Jacken gehörten am Wochenende in Gnadehof und Tierheim in Kirchasch zum Bild. Das nasskalte Wetter schreckte die Tierfans nicht ab.

Gnadenhof und Tierheim

Hundewetter schreckt Tierfans nicht ab

Kirchasch – Wahre Tierfreunde schreckt das Wetter nicht ab. So war der gemeinsame Tag der offenen Tür durchaus ein Erfolg für den Gnadenhof des Tierschutzvereins München und das Tierheim des Landkreises Erding.

Mitgeholfen hatte auch die Feuerwehr Kirchasch. Die Aktiven hatten Parkplätze eingerichtet und den Verkehr geregelt und somit das Chaos vergangener Jahre vermieden. Denn es waren trotz „Hundewetters“ nicht wenige, die zur Großveranstaltung kamen.

Der Rundgang durch den Gnadenhof galt in erster Linie den Zwingern, wobei die Hunde, sonst eher an einen beschaulichen Alltag gewöhnt, schon einmal Laut gaben. Dazu ließen sich aber noch Nutztiere wie Ziegen und Kühe betrachten, die den Andrang eher gelassen nahmen.

Im Tierheim des Landkreises hatten dagegen die Katzen Vorrang. Und denen war das Gedränge auf dem Flur ziemlich egal. In ihren Zimmern hatten sie es flauschig warm und störten sich nicht daran, beim Schlummern beobachtet zu werden. Dies dürfte auch den Wasserschildkröten, darunter eine Cumberland-Schmuckschildkröte, egal gewesen sein. Sie paddelten – vielfach bestaunt – munter in ihren gepflegten Aquarien.

Für das gesellige Beisammensein sorgten beide Vereine mit Flohmarktständen, einer Tombola und zünftiger Verpflegung im Gnadenhof. Schon zum Mittagstisch spielte Wolfgang Kellermann aus Erding im Festzelt auf, zum Nachmittag kam Liedermacher Thomas Mayer alias Vogelmayer aus Straubing hinzu. Das war eine Ehre für den Tierschutzverbund, denn er hätte auch für 3500 Euro bei Bastian Schweinsteigers Geburtstag aufspielen können. „Nur wusste ich nicht“, erklärte der Vogelmayer mit einem Augenzwinkern, „wie ich das Geld zusammenkriege“.

Kurt Perlinger, Vorsitzender des Tierschutzvereins München, lobte den seit 1984 bestehenden Gnadenhof. Derzeit lebten dort rund 150 Tiere, doch die Anzahl schwanke. Dabei sei der Hof keineswegs eine Altersstation. Man versuche immer, Besitzer zu finden, die Geduld für die Tiere aufbringen.

Um „mehr engagierte Mitglieder“ warb Marlene Meier, Vorsitzende des Tierschutzvereins Erding. Besonderes Augenmerk gelte dabei den Katzen. Zwar habe man seit 2013 ein modernes Tierheim für artgerechte Haltung. Doch die Zahl der aufzunehmenden Tiere steige stetig. Bockhorns Bürgermeister Hans Schreiner erinnerte an das Bibelzitat „Nehmt die Erde und macht sie euch untertan“. Dies habe man falsch verstanden, denn es heiße nicht, dass man sie kaputt machen könne, sondern dass man sie hegen und pflegen müsse. Umso wichtiger sei, dass sich Menschen finden, die sich der Schöpfung annehmen und in Sorge um die Kreatur arbeiten.  

gse

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