Walpertskirchener Spange

Kein Bahnhof in Schwarzhölzl

Bockhorn – Eine P+R-Anlage in Schwarzhölzl fand im Gemeinderat keine Befürworter.

Die Gemeinde Bockhorn positioniert sich schon seit Jahren gegen die Walpertskirchener Spange durch Schwarzhölzl – also der Bahnanbindung Südostbayerns an den Flughafen. Daher stieß der Antrag eines einzelnen Kreisrats zum Bau eines Bahnhofs mit „großzügigem P+R-Platz“ auf wenig Gegenliebe im Gemeinderat.

Schwarzhölzl ist ein kleines Idyll für Wanderer und Spaziergänger, aber seit Jahren von der Planung des Schienenprojekts bedroht. Mit dem neuesten Antrag auf Bahnhof und Parkplatz einmal mehr. Wer aus dem Strukturausschuss dahinter steckt, darüber hüllte sich Bürgermeister Hans Schreiner in Schweigen. Ein Kreisrat habe angeregt, für die Trasse der Walpertskirchener Spange einen zusätzlichen Bahnhof mit Park + Ride- Möglichkeiten anzulegen.

Für die Gemeinde, die sich schon Anfang der 90er Jahre gegen die Trasse aussprach, in einer Bürgerinitiative aber erfolglos blieb, ist das ein eher irritierender Wunsch. „Aus meiner Sicht ist das Ansinnen stark zu hinterfragen“, erklärte der Bürgermeister, „unsere Leute fahren eher nach Hörlkofen“.

Gemeinderat Anton Lechner gab zu bedenken, dass „man da eben mal locker zwei Millionen hinschmeißen müsse“. Den Antrag konnte Schreiner nur dahingehend erklären, „dass einfach ein Vorschlag in Hinblick auf den Landesentwicklungsplan gemacht wurde“.

Peter Brenninger von der Bürgerliste Kirchasch kann sich nicht vorstellen, „dass der Vorschlag überhaupt ernst gemeint war“. Im Gemeinderat Bockhorn wurde er jedenfalls einstimmig abgelehnt.

von Gert Seidel

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