Flächennutzungsplan

Mehr Gewerbe bei Unterstrogn?

Bockhorn – Gemeinde Bockhorn schreibt Flächennutzungsplan fort

Der Gemeinderat Bockhorn steht vor Grundsatzentscheidungen über die Entwicklung der Gemeinde. Das Gremium hat die Fortschreibung des Flächennutzungsplans (FNP) beraten und klargestellt, dass das nur der Anfang sein könne. Eine intensive Beteiligung der Bürger habe noch stattzufinden, betonte Bürgermeister Hans Schreiner.

Judith Praxenthaler vom Planungsverband lobte die Gemeinderäte: Das vor zehn Jahren formulierte Ziel, die Hauptorte zu stärken, sei erreicht worden. Nicht eingetreten sei hingegen der vor einem Jahrzehnt prognostizierte Einwohnerzuwachs. „Sie haben jetzt 3800 Einwohner, das ist schon recht üppig“, meinte Praxenthaler und berichtete, dass man bei der jetzigen Planung für den Geltungszeitraum von erneut rund zehn Jahren mit bis zu 900 Einwohnern mehr rechnen müsse.

Sie konnte aber auch anhand der Einwohnerzahlen einzelner Ortsteile aufzeigen, dass längst nicht alles steuerbar sei. So habe es Ortsteile mit kräftigem Einwohnerzuwachs gegeben, obwohl die Gemeinde dort keinerlei Planungsaussagen getroffen habe. Das gelte für Papferding, wo über Nachverdichtung ein Einwohnerzuwachs von 35 Prozent stattgefunden habe.

Längst nicht alle Flächenreserven, die man seinerzeit ausgewiesen hat, sind auch genutzt worden. So habe Kirchasch nach wie vor ein Potenzial für rund 200 Einwohner mehr. Da Flächen nördlich der Bundesstraße in Grünbach nicht bebaut worden seien, würden sie aus dem Planentwurf gestrichen. Die Hauptentwicklung sah die Planerin in Bockhorn und Neu-Unterstrogn und machte deutlich, dass sich der Gemeinderat Gedanken machen sollte, ob die beiden Orte zusammenwachsen sollten.

Das bei Emling geplante Gewerbegebiet wurde nicht verwirklicht und flog aus dem Plan. Stattdessen wird darüber nachgedacht, das vorhandene Gewerbegebiet bei Unterstrogn weiterzuentwickeln.

Ärgerlich für Bernhard Stein war, dass in Sachen Fliegerhorst keine Aussagen getroffen werden können. Hier musste die Planerin zudem abwinken: Das Anbindegebot sei nicht einzuhalten.

Hubert Strasser sprach die vielen kleinen Ortsteile an und verlangte, dass hier die Möglichkeit für eine Nachverdichtung gegeben werden sollte. Die Planerin riet zur Vorsicht: „Die Frage ist: Geben wir hier ein Entwicklungssignal?“ Franz Auer pflichtete Strasser bei und berichtete von konkreten Fällen, wo es jungen Leuten verbaut worden sei, sich an ihrem Heimatort zu entwickeln.

Die Hausaufgaben für die Verwaltung aus dieser ersten Entwurfsberatung waren klar: Gewerbeflächen in Unterstrogn ausloten und eine planerische Aussage zum Fliegerhorstgelände treffen.  

klk

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