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Optimal fügt sich die cremeweiße Hoftafel beim ähnlich gestrichenen Anwesen von Agathe Bernhard in Mitterbuch ein. Auch Bürgermeister Ferdinand Geisberger gefällt’s.

Historische Aktion in Buch

Es gibt wieder Hoftafeln

Buch am Buchrain – Gut 50 Hoftafeln zieren bereits die Häuser der Gemeinde Buch. Wer noch ein Schild will, muss sich sputen.

Von Markus Ostermaier

Den Einwohnern von Buch am Buchrain ist die alte Dorfgeschichte offensichtlich wichtig. Dies zeigt sich auch an den Hoftafeln, die seit vergangenem Herbst von immer mehr Bürgern angefordert werden, um an die alten, oftmals vergessenen Namen der Anwesen zu erinnern. Ende August wird die vorerst letzte Tafel-Bestellung durchgeführt.

Die Grundsatzidee der Hoftafeln entstand bereits bei der Chronikerstellung zur 1200-Jahr-Feier der Gemeinde Buch vor fast zehn Jahren. Bei einem Infoabend im Mai 2015 erschienen über 100 Bürger, etwa 90 bekundeten ihr Interesse an der Aktion. Im Oktober wurden schließlich bereits die ersten 31 der in Rosenheim gefertigten Schilder an die Bucher verteilt (wir berichteten).

Helferin Agathe Bernhard berichtet nun, dass weitere 24 Stück im Frühjahr ausgegeben worden seien. Die Hoftafeln sind nun im ganzen Gemeindegebiet verstreut. Die Jahreszahlen auf den Schildern liegen zwischen dem 9. und 20. Jahrhundert. Teilweise sind sie auch dreizeilig mit zusätzlicher Angabe des Grundherren. Bestellt werden können Hoftafeln mit cremeweißem Hintergrund in verschiedenen Varianten – mit grüner oder blauer Aufschrift sowie mit oder ohne Halterung. Die Kosten zwischen 50 und 86 Euro müssen die Bürger selbst tragen. „Bei der Schrift geht die Tendenz mehr zur Farbe Grün“, berichtet Bernhard.

„Ich finde es sehr schön, dass die Hofnamen für unsere Nachwelt erhalten bleiben“, sagt Bürgermeister Ferdinand Geisberger, der sich überrascht und erfreut über die hohe Beteiligung zeigt. „Viele, die anfangs gar kein Interesse hatten, waren dann doch davon überzeugt, als sie die ersten Exemplare hängen sahen“, freut sich auch Bernhard. Sie und Geisberger loben bei der Gelegenheit noch einmal die Arbeit des Bucher Geschichtsexperten Walter Hipper. Immerhin sei die Gemeindechronik, bei der Hipper die Federführung übernommen hatte, die Grundlage für das gesamte Projekt gewesen.

Voraussichtlich Ende August soll die vorerst letzte Hoftafel-Bestellung durchgeführt werden. Bisher gibt es schon sechs Anmeldungen. Interessenten können sich noch bis Monatsende an die Gemeinde Buch, Tel. (0 81 24) 4 44 30, wenden. Die Mitarbeiter geben dann den Kontakt zu Agathe Bernhard weiter.

Von den Bucher Schildern ließen sich die Kollegen vom VG-Partner Pastetten inspirieren. Die Hoftafeln sind dort ebenfalls oval. Allerdings haben die Verantwortlichen in der Nachbargemeinde das Produkt eines anderen Anbieters gewählt. Die Organisation übernimmt hier die Familie Stanner aus Poigenberg. Außerdem wusste Geisberger zu erzählen, dass auch die Gemeinde Fraunberg an der Aufmachung der Bucher Hoftafeln interessiert sei.

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