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Die Stammtischrunde könnte sich eine schottische Partnergemeinde für Buch vorstellen (v. l.): Konrad Huber, Peter Kellner, Jörg Menzinger und Martin Kern.

Wunsch von SPD und Parteifreien in Buch

Partnerschaft mit „freundlichen Schotten“

Buch am Buchrain – Bei ihrem Stammtisch sprach die Bucher Gruppierung SPD/Parteifreie Bürger über die Idee einer Partnergemeinde. Großer Favorit wäre Schottland.

Es war kurz vor Ende der Bucher Gemeinderatssitzung, als SPD-Rat Robert Ulzhöfer im August seinen Wunsch nach einer Partnergemeinde äußerte. Das Gremium reagierte damals gemischt und noch etwas verhalten. Um die Idee näher zu besprechen, machte die Gruppierung SPD/Parteifreie Bürger den Vorschlag des Ortsvorsitzenden zum Stammtisch-Besprechungsthema.

Ulzhöfer selbst war beim Stammtisch im Gallo Nero terminlich verhindert. Stattdessen stellte sein Gemeinderatskollege Martin Kern einige Informationen zum Thema Gemeindepartnerschaften vor. Das Interesse seiner Mitbürger an diesem Thema scheint jedoch nicht gerade groß zu sein: Es kamen neben Kern nur drei Gäste.

Kerns Recherchen nach gab es bereits im Jahr 836 die allererste europäische Städtefreundschaft, damals zwischen Paderborn und dem französischen Ort Le Mans. Laut Kern bestehen 50 Prozent der deutschen Partnerschaften mit Ortschaften in Frankreich oder Polen.

Beweggründe für den Zusammenschluss von Kommunen können laut dem SPD-Kreisvorsitzenden beispielsweise ein gleicher oder ähnlicher Ortsname, wirtschaftliche oder geografische Ähnlichkeiten sowie religiöse Beziehungen sein. In jedem Fall soll dadurch ein dauerhafter, kultureller und wirtschaftlicher Austausch entstehen.

Laut Kern sei der erste Schritt, eine geeignete zweite Gemeinde zu finden – entweder über persönliche Kontakte oder durch Vermittlung von überörtlichen Organisationen. Nach positiv verlaufenem Besuch und Gegenbesuch kann dann eine Partnerschaftsurkunde mit Zielvereinbarung unterzeichnet werden. „Danach sollte man sich Gedanken machen, mit welchen Aktionen man die Partnerschaft am Leben hält, wie Schüleraustausch, Sportwettkämpfe oder Konzerte“, so Kern.

Angewiesen sei man dann auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung. „Um so etwas mit Leben zu füllen, müssen Bürger, Vereine und unbedingt auch die Jugend mit eingebunden werden“, sagte Kern. „Es wird auch nicht ohne jemanden funktionieren, der sich dafür verantwortlich zeigt.“

Kern könnte sich vorstellen, dass es jeweils einen Verantwortlichen aus dem Gemeinderat und der Verwaltung gebe, die einen weiteren Unterstützerkreis aufbauen. Notwendig sei zudem die Bereitstellung eines gewissen Budgets. Generell gebe es von der EU auch Fördergelder.

Ulzhöfers Favorit – eine Partnergemeinde in Schottland – gefiel auch der kleinen Stammtischrunde. „Mit den freundlichen Schotten wäre ich ganz glücklich. Wir sind uns schon teilweise ähnlich“, fand Jörg Menzinger. Peter Kellner nannte Schottland eine „wunderbare Wahl“, auch wenn die Anreise seiner Einschätzung nach teurer sein könnte als etwa Italien. Den Vorteil Schottlands mit der englischen Sprache nannte Konrad Huber. Als Alternative schlug Menzinger Polen vor oder einen anderen britischen Ort, der nicht mit dem Brexit einverstanden war.

Generell möchte die Gruppierung mit einer Partnergemeinde die Zuneigung zu Europa signalisieren. „Gerade jetzt, wo Europa immer wieder in Frage gestellt wird, finde ich es sehr gut, wenn wir ein Zeichen setzen“, sagte Menzinger. Kern ergänzte: „Es fördert nicht nur den europäischen Gedanken, sondern schweißt auch die Gemeinschaft in Buch mehr zusammen.“

Kern hatte bei Ulzhöfers erster Vorstellung den Eindruck, dass der Gemeinderat nicht komplett dagegen war, sondern nur mit der „losen Idee Partnergemeindeschaft noch nicht so viel anfangen konnte“. Bei einer erneuten Ansprache im Gremium will die Gruppierung die Idee noch konkreter machen. Kern möchte dafür im Internet schottische Ortschaften recherchieren, die einen europäischen Partner suchen.

Markus Ostermaier

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