Holzskulptur „Über 1200 Jahre Buch“

Vergänglich wie das Leben

Buch am Buchrain – Anfangs umstritten, hat man sich heute in Buch am Buchrain an die Holzskulptur „Über 1200 Jahre Buch“ gewohnt, die an das Jubiläumsfest im Jahr 2008 erinnern soll.

Seit gut einem Jahr steht es gleich neben seinem echten Vorbild: das Kunstwerk aus Roteichenholz, das die Pfarrkirche St. Martin in Buch am Buchrain darstellt. War die Skulptur anfangs mehrfach kritisiert worden, haben sich die Bucher inzwischen an ihren Anblick gewöhnt.

Erstmals kam das Holzbildhauersymposium, bei dem die Skulptur entstanden ist, in der Bürgerversammlung im April 2015 zur Sprache. Ein dem Gemeinderat bislang unbekannter Werbeflyer mit einem abgedruckten Tonentwurf verwirrte nicht nur die Zuhörer. Wählergruppe-Gemeinderat Martin Dondl kritisierte damals stark „die greislige, pervers wirkende Darstellung“ der Kirche, und dass das Modell die Gemeinde verschandeln würde (wir berichteten). Zur Erinnerung: Bildhauer Florian Bunner aus Landshut wurde damals kurzfristig engagiert, da die ursprünglich vorgesehene Künstlerin Genoveva Liegl ein Kind erwartete. So wurde anstatt des anfangs geplanten Mönchs die Pfarrkirche zum Skulptur-Modell.

In der folgenden Gemeinderatssitzung feilte das Gremium an dem Entwurf und gab einige Wünsche ab – mehr Konturen und eine deutlichere Zwiebelturm-Optik etwa. Als die Skulptur fertig war, hat man eine kleine Tafel mit Erklärungshinweisen aufgestellt.

Im Laufe der vergangenen Monate ist das Kunstwerk – anfangs in einem schönen hellbraunen Holzton – deutlich dunkler geworden. Buchs Bürgermeister Ferdinand Geisberger erklärt, dass es sich bei der Skulptur um ein Naturprodukt handelt, das sich über die Zeit auch durch die Witterung verändere. „Auch das Leben ist vergänglich und verändert sich“, erläutert der Gemeindechef als Hintergedanken. Deswegen solle die kleinere Kirchenabbildung auch „genau so naturgetreu bestehen bleiben“ und nicht etwa lasiert werden.

Seinen Angaben nach kommt „Über 1200 Jahre Buch“ mittlerweile aber gut bei den Bürgern an. Gelegentlich fragen fremde Radfahrer, die bei einer Spazierfahrt durch den Landkreis auf die Skulptur gestoßen sind, sogar bei der Gemeinde nach, wenn sie mehr über die Geschichte Buchs wissen wollen.

Von Markus Ostermaier

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