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Voilà – hier ist der kulturelle Erfolg Dorfens zuhause: Stolz auf den Jakobmayer und den Erfolg des Kulturzentrums sind Hans Weilnhammer (M., Beirat für wirtschaftliche Belange beim Förderverein) und Johannes Maier (l., Stiftungsbeauftragter) und Vorstandsmitglied Mischa Schubert (r.) von der Sparkasse Erding -Dorfen.

Freunde des Jakobmayer

Dorfen aus der Kultur-Provinz geholt

Dorfen - Die Stadt hat in das Kulturzentrum Jakobmayer viele Millionen Euro gesteckt. Die Zweifel waren riesig, ob das richtig war. Fünf Jahre nach der Eröffnung ist auch der letzte Kritiker verstummt. Das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Stadt hat die Provinzialität hinter sich gelassen.

Fünf Jahre nach Aufnahme des Betriebes hat sich das Jakobmayer-Kulturzentrum nicht nur im Landkreis, sondern auch weit darüber hinaus einen Namen gemacht. Dorfen steht kulturell nicht mehr für Provinzialität, sondern kann durch viele hochkarätige Veranstaltungen durchaus mit Angeboten in großen Städten mithalten. Einen großen Anteil am Erfolg hat der Förderverein Freunde des Jakobmayer. Der 110 Mitglieder starke Verein betreibt das Kino, sucht Sponsoren und sorgt durch Eigenproduktionen für hochkarätige kulturelle Veranstaltungen in der Stadt. Zweifel, dass ein derart großes kulturelles Engagement auf ehrenamtlicher Basis funktionieren kann, hatte der Vorsitzende des Fördervereins, der Dorfener Kulturreferent Ludwig Rudolf, nie. Und der außergewöhnliche Erfolg gibt ihm recht.

Für Aufsehen sorgen vor allem die Projekte, die der Förderverein in Zusammenarbeit mit der Opera Incognita auf die Bühne bringt. Der Dorfener Kirchenmusiker Ernst Bartmann und sein Freund, der Regisseur Andreas Widermann, setzen mit ungewöhnlichen Inszenierungen von außergewöhnlichen Opern und Operetten Glanzlichter in Dorfen – solch hochkarätige Aufführung gibt es ansonsten nur in Großstädten zu sehen. Das Duo Bartmann/Wiedermann „ist ein Glücksfall für Dorfen, wie Hans Weilnhammer, Beirat für wirtschaftliche Belange im Förderverein sagt.

Fast 90 000 Euro haben die Freunde des Jakobmayer in den vergangenen fünf Jahren in Eigenproduktionen oder Gastauftritten anderer Theater, insgesamt 70 Veranstaltungen, investiert. Durch Eintrittsgelder und Catering-Einnahmen kamen etwa die Hälfte der Ausgaben wieder herein. Möglich ist ein solches Angebot nur durch Kulturförderung. Und hier hat der Förderverein in der Sparkasse Erding-Dorfen einen starken Partner. Gemeinsam gründeten Förderverein, Sparkasse und andere Spender eine Kulturstiftung, die die Finanzierung kultureller Projekte im Jakobmayer für die nächsten Jahre ermöglicht. Der Förderverein erhält jährlich bis zu zehn Prozent aus dem Kapital der Stiftung (124 000 Euro) plus Rendite ausbezahlt. Jeder Euro davon fließt in das Veranstaltungsprogramm. Nur so können aufwändige Inszenierungen wie etwa „Die Fledermaus“, „La Boheme“ oder „Die lustige Witwe“ finanziert werden. Und das hochkarätige Angebot wird gut angenommen. Fast 12 000 Besucher kamen bislang zu den Veranstaltungen der Freunde des Jakobmayer. Nur bei Gastspielen anderer Theater, die mit Stücken wie „Woyzeck“ oder „Glasmenagerie“ schwere Kost bieten, ist der Zuschauerzuspruch gering. Doch hier hofft der Förderverein darauf, dass sich auch für solche, oft gesellschaftskritische Stücke und Dramen ein fester Publikumskreis findet.

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