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Die Faust geballt: Nach dem Springreiten jubelt Patrick Dogue im Sattel von El Star. Die beiden leisten sich nur einen Abwurf und eine Zeitstrafe.

Olympia in Rio: Moderner Fünfkampf 

Fünf Punkte fehlen zu Bronze

Rio – Er hat gekämpft, alles gegeben: Am Ende fehlten Fünfkämpfer Patrick Dogue in Rio ganze fünf Punkte zu Bronze. Zufrieden ist der ehemalige Dorfener trotzdem.

von Gabi Zierz

„Ich habe eigentlich einen richtig guten Wettkampf gemacht. Aber ausgerechnet das Schießen, das ich sonst am Besten kann, lief nicht so gut“, sagte Patrick Dogue nach dem ersten olympischen Fünfkampf seiner Karriere. Der 24-jährige Sportsoldat, der mittlerweile für den OSC Potsdam startet, hat seine Jugendjahre im Landkreis Erding verbracht.

Als er sechs Jahre alt war, zog er mit Mama Ulrike und Bruder Marvin nach Oberdorfen (wir berichteten). Beim TSV Erding schloss er sich der Abteilung Moderner Fünfkampf an und feierte früh erste Erfolge. Um auch international bestehen zu können, wechselte er nach Potsdam. Zweimal war er Deutscher Meister (2013/2015), als Junior hatte er zuvor zweimal Bronze bei EM und WM gewonnen. Für die Olympischen Spiele in Rio qualifizierte sich Dogue auf den letzten Drücker – und lieferte mit Platz sechs eine starke Leistung ab.

Im Fechten, der ersten Disziplin, erwischte er einen Auftakt nach Maß, lag auf Rang zwei. Weniger gut lief es im Schwimmen. Die 200 Meter Freistil beendete Dogue in 2:07,65 Minuten nur auf Platz 31. Ein Rückschlag, den er in der Bonusrunde wieder wettmachte. Hier, beim Fechten, feierte zwei Siege und arbeitete sich wieder auf Rang fünf nach vorne (558 Punkte).

Vor dem Springreiten waren die Starter angesichts der vielen Verweigerungen von Pferden in der Damen-Konkurrenz gewarnt. Dogue hatte Glück. Ihm wurde der Fuchs-Wallach El Star zugelost, der sich nach kurzer Einreitzeit von ihm gut durch den Parcours bringen ließ. Nur ein Abwurf (sieben Fehlerpunkte) und eine Zeitüberschreitung (5) leisteten sich die beiden. Mit 846 Punkten war Dogue jetzt Vierter und lag nur sechs Zähler hinter dem Bronze-Rang.

Dann kam der CombinedWettbewerb, die abschließende Kombi aus Laufen und Schießen. Hier galt es, vier Runden à 800 Meter zu absolvieren. Nach jeder Runde mussten die Athleten mit der Laserpistole auf fünf zehn Meter entfernte Zielscheiben schießen. Ihr Durchmesser: zehn Zentimeter. Dogue gilt als sicherer Schütze, doch hier zeigte er Nerven. Er leistete sich zwölf Fehlschüsse, zu viele im Vergleich zur Konkurrenz. Auf der letzten Laufrunde konnte der 24-Jährige seinen Rückstand nicht mehr aufholen.

Am Ende fehlten ihm fünf Punkte zur ersten Olympia-Medaille eines deutschen Modernen Fünfkämpfers seit 80 Jahren. Olympiasieger wurde Vize-Weltmeister Alexander Lesun aus Russland vor Pawlo Timoschenko aus der Ukraine und Ismael Marcelo Hernandez Uscanga aus Mexiko.

Dogue nahm’s gelassen und freute sich trotzdem: „Über einen sechsten Platz bei meinen ersten Olympischen Spielen kann ich nicht meckern.“ Sein Teamkollege Christian Zillekens wurde 21.

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