Seit 50 Jahren ein glückliches Paar: Erika und Thomas Duschl (vorne), mit Tochter Angelika (hinten, M.) sowie Bürgermeister Heinz Grundner (l.) und Landrat Martin Bayerstorfer.F.: prä

Goldene Hochzeit Duschl

Auf dem Fußballplatz die große Liebe getroffen

Dorfen – Ein halbes Jahrhundert gehen Erika und Thomas Duschl schon gemeinsam durchs Leben. 50 Jahre ist das Dorfener Ehepaar nun glücklich verheiratet. Ein Anlass, die Goldene Hochzeit gebührend zu feiern.

Zum runden Jubiläum gratulierten herzlich auch Landrat Martin Bayerstorfer und Bürgermeister Heinz Grundner.

Beim „Duschl“ ist das Zuhause von Thomas Duschl. Die Jubilarin, eine geborene Huber, ist auf dem elterlichen Bauernhof in Pfaffing in der früheren Gemeinde Watzling aufgewachsen. Das Duschl-Anwesen an der B15-Kurve kennt zumindest jeder etwas ältere Dorfener. Dort war mitten in der Stadt bis vergangenes Jahr immer noch eine große, landwirtschaftlich genutzte Wiese, auf der gerade eine große Wohnanlage entsteht. 1995 hatte das Paar das alte Anwesen abgerissen und ein neues Haus gebaut. Dort wurde auch ihre Tochter Angelika groß.

In der gemütlichen Geburtstagsrunde erzählte der Jubilar, dass er bei der Gründung des Dorfener Entsorgungsunternehmens Wilm die ersten Jahre mit dabei war. Er hatte Platz, und so wurden die ersten Wilm-Müllwagen auf seinem Anwesen geparkt. Später fand der Rentner seine Berufung im Busfahren. Zuerst war er für das Dorfener Reisebusunternehmen Weber tätig: „I bin Reisebus und Linie g’fahren“. Dann wechselte er 1979 nach München und war am früheren Flughafen in Riem als Busfahrer unterwegs. „Da hab i die Leut’ vom Flieger abg’holt und auch oft die Besatzungen ins Hotel g’fahren“. Und auch in der Rente ließ ihn das Busfahren nicht los, denn der Jubilar saß weitere sechs Jahre für Weber am Steuer. Da scherzte seine Frau: „Oft hob i glaubt, er war mehr mit’m Weber verheirat’, als mit mir“. Insgesamt steuerte Duschl 46 Jahre lang Busse sicher durchs Dorfener Gäu und Europa.

Bei der Dorfener Feuerwehr war der Jubilar 30 Jahre aktiv dabei. Als Kraftfahrer konnte er damals auch das Einsatzfahrzeug mit der Leiter fahren. Da gab’s auch ungewöhnliche Einsätze, erinnerte sich der Jubilar. Da sei man schon mal beim örtlichen Krankenhaus vorgefahren zum Dachrinnen sauber machen. Stolz ist Duschl auch auf eine besondere Auszeichnung, die er in 38 Jahren für insgesamt 76 Mal Blutspenden bekommen hatte.

Die Jubilarin verriet beim Ratsch in der Runde, dass sich das Paar beim Dorfener Volksfest kennengelernt hatte. Das war damals nicht am Volksfestplatz, sondern auf dem alten TSV-Fußballplatz am Isen-Flutkanal.

Zur Schule war Erika Duschl in Oberdorfen gegangen. Danach arbeite sie in Taufkirchen beim Polstermöbelhersteller Hierl (Himolla). Nach einem Jahr konnte sie in Dorfen bei Loden Frey Arbeit finden. Insgesamt 15 Jahre war sie in dem Dorfener Zweigwerk des Modeherstellers beschäftigt. Mit der Geburt der Tochter kümmerte sie sich dann mehr um den Haushalt. Und dann war ja der Garten, ein Hobby, das die Jubilarin mit ihrem „grünen Daumen“ heute noch gerne macht.

Hermann Weingartner

Mehr zum Thema

Auch interessant

<center>Die Knödel-Revolution</center>

Die Knödel-Revolution

Die Knödel-Revolution
<center>Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch</center>

Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch

Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch
<center>Gackerl im Gläschen</center>

Gackerl im Gläschen

Gackerl im Gläschen
<center>Süße Weihnachtsbäckerei</center>

Süße Weihnachtsbäckerei

Süße Weihnachtsbäckerei

Meistgelesene Artikel

Musik, die in die Herzen geht

Erding - Großartiger Erfolg: Beim neunten Benefizkonzert für das Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“ kamen am Freitagabend 1900 Euro zusammen. 
Musik, die in die Herzen geht

Rauschgiftring zerschlagen

Erding - Sechs Festnahmen, fünf Wohnungsdurchsuchungen und jede Menge sichergestelltes Rauschgift – der Kripo Erding ist diese Woche ein Schlag gegen die …
Rauschgiftring zerschlagen

Ein Psychomärchen als Debüt

Erding – „Das Junge Theater“ will die Erdinger Szene aufmischen. Die Köpfe der neuen Jugendabteilung der Volksspielgruppe Altenerding sind keine Unbekannten. Jetzt hat …
Ein Psychomärchen als Debüt

Nina Funks freiwilliges sportliches Jahr

Moosinning – In ihrem FSJ in der Grundschule und beim FC Moosinning lebt Nina Funk ihre Leidenschaft: Sport und viel Kontakt zu Menschen.
Nina Funks freiwilliges sportliches Jahr

Kommentare