+
Vom Erfolg verwöhnt: Kulturhaus-Leiterin Birgitt Binder (l.) und Mitarbeiterin Astrid Wandinger. 

Fünf Jahre Jakobmayer

Das Herz des Dorfener Kulturlebens

Dorfen - Knapp 800 Veranstaltungen, fast 110 000 Besucher. Die Bilanz des Jakobmayer-Kulturhauses zum fünfjährigen Bestehen ist großartig. Aus Dorfen ist der Kulturtempel nicht mehr wegzudenken. Das Jubiläum wird mit einem tollen Programm gefeiert.

 Von „einem großen Tag für Dorfen und die Region“ hat Bürgermeister Heinz Grundner im November 2011 bei der Eröffnung des Kulturzentrums gesprochen. Grundner zeigte sich damals sicher, dass das Jakobmayer-Kulturzentrum „eine Bedeutung in der ganzen Region“ bekommen werde. Der Stadtchef lag mit seiner Prognose goldrichtig. Der Jakobmayer ist nicht nur zum kulturellen Mittelpunkt Dorfens geworden, er ist mit seinem Ambiente und dem attraktiven Kulturprogramm einmalig – und das weit über die Landkreisgrenzen hinaus.

Vier Millionen Euro hat die aufwändige Sanierung des denkmalgeschützten, über 100 Jahre alten Hauses gekostet, das die Stadt Dorfen 2002 erworben hat. Zunächst wurde das Haus mit dem Konzept der Jakobmayer Kultur GbR von Birgitt Binder und Sigrid Wiedenhofer geführt. Auf drei Säulen fußt dieses Konzept: Im Saal werden Kultur- und andere Veranstaltungen geboten, im Kino mit modernster technischer Ausstattung werden ausgewählte Filme gezeigt, und die Gaststätte im Erdgeschoss bietet kulinarisch Hochwertiges in besonderem Flair. Binder und Wiedenhofer haben den Jakobmayer zu einem hochattraktiven und lebendigen Kulturzentrum gemacht. Fast 800 Veranstaltungen fanden seit der Eröffnung allein im historischen Saal, dem Herzstück des Jakobmayer, statt. Im Durchschnitt sind das rund 160 pro Jahr, zu denen rund 23 000 Besucher kommen. Erst im Februar wurde der 100 000. Kulturbegeisterte gefeiert. Und dabei sind die Besucher des Kinos, das täglich Filme zeigt, und die Gäste in der Gaststätte noch nicht mitgezählt.

„Der Erfolg des Kulturbetriebs liegt in der bunten Mischung aus professionellen Kulturveranstaltungen mit überregional bekannten Künstlern und den vielen Veranstaltungen lokaler oder regionaler Vereine und Institutionen, die gut 80 Prozent aller Veranstaltungen im Jakobmayer ausmachen“, sagt die Leiterin des Kulturbetriebs, Binder. Sie ist seit August 2015 Angestellte der Stadt, die den Jakobmayer seither in Eigenregie betreibt. Zusammen mit ihrem Team organisiert Binder die Veranstaltungen mit Künstlern wie Gerhard Polt, den Well-Brüdern, Hans Söllner, Michael und Alfred Mittermeier, Georg Ringsgwandl, Rick Kavanian, Hannes Ringlstetter und vielen mehr. Hinzu kommen anspruchsvolle Theaterproduktionen der Opera Incognita und anderen Ensembles, die vom Förderverein Freunde des Jakobmayer veranstaltet werden. Komplettiert wird das Ganze mit Feierlichkeiten, Tanzveranstaltungen, Vorträgen und Infoveranstaltungen, Ausstellungen, Börsen, Märkten, Theater und Konzerten von örtlichen Künstlern, Vereinen und Privatleuten.

Zum Jubiläum hochkarätige Künstler

Nur fünf Jahre nach der Eröffnung des Jakobmayer kann sich niemand mehr vorstellen, dass Dorfen einmal kein Kultur- und Bürgerhaus hatte. Der Jakobmayer ist heute wieder das, was er bis in die 60er-Jahre war: der gesellschaftliche Mittelpunkt der Stadt.

Das fünfjährige Bestehen des Kulturzentrums wird ab Freitag kommender Woche mit hochkarätigen Künstlern und einer Vielzahl toller Veranstaltungen gefeiert. Am Freitag, 18. November, heißt es um 20 Uhr „Tschingderassabum – Wir haun aufs Blech!“ Bei dem Jubiläumsbrettl treten die Wellbrüder aus’m Biermoos, die völlig überdaggelte Frauenband Isarschixn sowie Blechbläser der Münchner Philharmoniker auf. Am Samstag, 19. November, kommt der Dorfener Kabarettist Alfred Mittermeier, der auch schon bei der Eröffnung aufgetreten war. Er präsentiert um 20 Uhr sein neues Programm „Ausmisten!“. Am Sonntag, 20. November, steht zunächst eine Opernmatinée mit Dorothee Koch und Rubén Mora auf dem Programm. Begleitet von Ernst Bartmann am Rönisch-Flügel bringen sie berühmte Opernarien und Duette. Um 14 Uhr gastieren „Rodscha und Tom“ mit einem mitreißenden Familienprogramm im Saal. Um 18 Uhr gibt es eine musikalisch-kabarettistische Lesung von und mit Andreas Martin Hofmeir und seiner Tuba, begleitet von André Schwager. Hofmeir ist Professor am Mozarteum in Salzburg und Tubist sowie Gründungsmitglied der bayerischen Kultband „Labrassbanda“.

Auch das Kino im Jakobmayer überrascht mit einem speziellen Programm. Gezeigt werden die Filme „Ziemlich beste Freunde“, „Monsieur Claude und seine Töchter“ sowie „Eine ganz heiße Nummer“. Für die ersten drei Vorstellungen am Freitag ist der Eintritt frei. Tickets für alle anderen Vorstellungen gibt es zum Preis von fünf Euro. In der Gaststätte werden kulinarische Köstlichkeiten serviert.

Mehr zum Thema

Auch interessant

<center>König Ludwig 4er Set mini</center>

König Ludwig 4er Set mini

König Ludwig 4er Set mini
<center>Fächer "Liebestaumel"</center>

Fächer "Liebestaumel"

Fächer "Liebestaumel"
<center>Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch</center>

Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch

Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch
<center>Offizieller Oktoberfest Bierkrug 2016</center>

Offizieller Oktoberfest Bierkrug 2016

Offizieller Oktoberfest Bierkrug 2016

Meistgelesene Artikel

Hubschraubersuche nach getürmtem Unfallfahrer

Tittenkofen - Die Polizei musste zunächst das Schlimmste annehmen. Doch der Fahrer eines Renault Trafic lag nicht irgendwo verletzt auf einem Feld. Er hatte sich …
Hubschraubersuche nach getürmtem Unfallfahrer

Musik, die in die Herzen geht

Erding - Großartiger Erfolg: Beim neunten Benefizkonzert für das Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“ kamen am Freitagabend 1900 Euro zusammen. 
Musik, die in die Herzen geht

Rauschgiftring zerschlagen

Erding - Sechs Festnahmen, fünf Wohnungsdurchsuchungen und jede Menge sichergestelltes Rauschgift – der Kripo Erding ist diese Woche ein Schlag gegen die …
Rauschgiftring zerschlagen

Ein Psychomärchen als Debüt

Erding – „Das Junge Theater“ will die Erdinger Szene aufmischen. Die Köpfe der neuen Jugendabteilung der Volksspielgruppe Altenerding sind keine Unbekannten. Jetzt hat …
Ein Psychomärchen als Debüt

Kommentare