Minimalistisch, auch im Foto: Die Kunstschaffenden im Schwarzweiß-Bild. Foto: privat

OFFENE ATELIERS

Isental wird zur Kunstmeile

Dorfen - Zum zweiten Mal öffnen Kunstschaffende im Isental ihre Ateliers zu einer Werkschau und Verkaufsausstellung. Am Wochenende 24./25. September können Besucher 13 Künstlerinnen und Künstler über die Schultern schauen.

Die „Isental Open Art“, das sind 13 Künstler, elf Ateliers, sechs Orte. Zwischen 11 und 18 Uhr zeigen die Kunstschaffenden am Samstag/Sonntag ihre Werke und stellen sich Gesprächen mit Besuchern. Gezeigt werden Malerei, Bildhauerei, Zeichnungen, Fotokunst und Lichtkunst – ein spannender Austausch in die weitreichende Kreativität also, der im Isental geboten wird.

Die Finissage findet am Sonntag, 25. September, ab 19.30 im Atelier von Geraldine Frisch in Isen statt. Dazu gibt es Live-Musi mit „Tenorsteps“ und „Liliemusik“, das sind Michael Außerbauer, Sarah Galitz, Ralph Ausserbauer und Stefan Glaubitz sowie der Sängerin Sang Ganyonga aus München.

Die teilnehmenden Künstler haben ihre Arbeit in Selbstportraits beschrieben. Thomas Bachmaier, Dorfen: „Für meine Lichtkunst ist Intuition die Grundlage meines Schaffens. Es ist immer wieder eine außerordentliche Erfahrung, wenn aus mehr oder weniger zweidimensionalen Kupfertafeln, dreidimensionale Skulpturen mit Plasmaschneider und Schweißgerät entstehen.“

Andrea Cordes-Thalmeier, Dorfen: „Meine Kunstwerke sind so vielfältig, wie meine Eindrücke des Alltags und des Besonderen. Mal abstrakt, mal konkret, mal groß und ausladend, mal klein und detailverliebt, mal auf oder in Holz und Stein, mal auf Leinwand oder auch auf Altpapier.“

Albin Zauner, Dorfen: „Sowohl in meiner Holzbildhauerei als auch in meinen zeichnerischen Arbeiten steht die menschliche Figur im Zentrum. Anhand des gewachsenen Materials – Holz – steht das Menschenbild im Zeichen von Naturentfremdung und Ausbeutung der Ressourcen.“

Peter Breth, Grüntegernbach: „Aus allen Materialien kann man Bilder und Figuren machen, vielleicht auch Kunst. Ich verarbeite Recyclingmaterial zu Collagen, Altholz und Alteisen zu Fantasietieren.“

Hannelore Stephani, Grüntegernbach: „Neben der Malerei mit Acryl Farben und Skulpturen aus Holz hat mich ein neues Material – der weiße Marmor aus Carrara – inspiriert dreidimensional zu arbeiten. In Marmor entstehen nach langen, ausdauernden Stunden Skulpturen – figürlich oder abstrakt. Kunst macht mir Arbeit und Freude.“

Geraldine Frisch, Isen: „Meine Bildwelt speist sich motivisch aus meiner Erfahrungswelt als Architektin. Bei mir wird die Baustelle zur Bildstelle. Die Intensität der Farbe, der Glanz des Metallischen, die kompositorischen Blöcke, all das sind Eigenschaften einer Bildkunst, die eine starke Position im ästhetischen Diskurs der Zeit behauptet.“

George von Mergeln, Isen: „Mich inspirieren existentielle Themen – das Triebhafte im Menschen – oft im Zusammenspiel mit gesellschaftlichen Ereignissen, manchmal aber auch in scheinbar belanglosen Zusammenhängen. Dabei entstehen Bilder, Collagen und Skulpturen, die vermeintliche Harmonien immer in Kontrast zu Konflikten, Brüchen und Chaos stellen.“

Edi Lechner, Isen: „Ich fand es immer schön, interessante Holzteile aus Flüssen, Seen oder Meeren aufzuheben, anzuschauen und auch zu sammeln. Wichtig ist mir immer gewesen, dass die Fundstücke, so wie sie sind, zu Skulpturen mit Stein und Eisenteilen kombiniert werden.“

Eva Sárosi, Isen: „Farben sind mein Leidenschaft – eine freudige und auch mal quälende Liebesbeziehung. In meinen Bildern versuche ich ein spannungsvolles Gleichgewicht zu erreichen, über die Details der einzelnen Pinselstriche eine gewisse Transparenz zu vermitteln und den Blick über das Ganze nicht zu verlieren.“

Sabrina Fox, Innerbittlbach: „Die meisten meiner Skulpturen zeigen Gesichter. Ich liebe die unterschiedlichen Gesichtsausdrücke und wie man mit einer kleinen Muskelbewegung eine Geschichte erzählen kann. Meine Skulpturen dürfen erfreuen.“

Tony Seelig, St. Wolfgang: „Meine Skulpturen gestalte ich größtenteils aus Marmor, welche danach auch in Bronze gegossen werden können. In meinen Skulpturen binde ich nur zu gerne die einzigartigen Strukturen und Farbgebungen, die sich im Stein befinden, mit ein. So können die emotionalen Aspekte des menschlichen Seins, die in den figürlichen Arbeiten zum Ausdruck kommen, in seiner bestimmten Formgebung erhalten werden.“

Stanko, Innerbittlbach: „Seit über dreißig Jahren studiere und male ich Farbfelder. Strahlendes Rot, schillerndes Türkis, beruhigendes Blau. Immer wieder durchleuchte ich die Nuancen und Feinheiten, die graduellen Abstufungen und Übergänge, um dem stillen tiefen Geheimnis der Farbe auf die Spur zu kommen.“

Uschi Strick, Höslsthal: „Auf der Suche nach Ausdrucksmöglichkeiten für meine inneren Bilder entwickle ich eine Formensprache, die nicht von einer bestimmten Methodik geprägt ist. Abstraktion und Figuration begreife ich in meinen Arbeiten nicht als Gegensätze, sondern als zwei sich durchdringende Gestaltungsmöglichkeiten.“

Nähere Informationen und vorgeschlagene Besuchsrouten zu den offenen Atelieres gbt es im Internet unter www.isental-open-art.de.

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