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Die Liedertafel, ein Projektchor des Gymnasiums und eine Band gestalteten das Jahreskonzert im Saal des Jakobmayer. Als Erzähler fungierte Hermann Simmerl (r.). Der neue Chorleiter Andreas Begert dirigiert die Sänger vom Klavier aus.

Jahreskonzert der Liedertafel Dorfen

Frischer Wind mit jungem Chorleiter

Dorfen – Nach drei Jahren ohne Chorleiter präsentierte die Liedertafel beim Jahreskonzert im Jakobmayersaal Andreas Begert. Doch nicht nur der Chef ist neu, auch das Konzept der Aufführung. Dem Publikum gefiel’s.

Nicht nur die Damen habe der 25-jährige Andreas Begert als neuer Chorleiter der Liedertafel um den Finder gewickelt, auch die Männer würden seinen Anweisungen prompt Folge leisten, sagte Liedertafel-Vorsitzende Petra Moorloher bei der Begrüßung am Freitagabend im vollen Saal des Jakobmayer. Und das zeigte sich auch beim Jahreskonzert unter neuer Führung.

Die bunte Mischung bekannter Songs wie „New York, New York“, „Wäre das nicht wunderschön“ oder „Ehrenwertes Haus“ hatte Begert jazzig arrangiert und nach dem Vorbild eines Musicals in eine Liebesgeschichte, die von Jack und Jenny, eingebunden. Diese erzählte spannend und humorvoll zugleich Liedertafel-Mitglied Hermann Simmerl mit seiner sonoren Stimme.

Zudem – ebenfalls neu – hatte die Liedertafel Verstärkung auf die Bühne geholt: die jungen Stimmen eines Projektchors des Gymnasiums Dorfen unter der Leitung von Irmgard Bauer. Es machte Spaß zu sehen, mit welcher Freude die jungen Sängerinnen und Sänger bei der Sache waren. Selbst bei Liedern, für die sie nicht zuständig waren, wippten und schnippten sie mit und waren sichtlich Versuchung, einfach mitzusingen.

Für den letzten Schliff sorgte eine dreiköpfige Band, die sich fein abstimmte. Die bestand aus Begert am Klavier, der bei „Everybody Needs Somebody“ mit einer jazziger Improvisation am Klavier sein musikalisches Talent kurz aufblitzen ließ, und dezent, aber präsent im Hintergrund Felix Renner am Bass sowie Josef Hudler am Schlagzeug.

Beim letzten Stück „I Got Rhythym“ durfte dann auch das Publikum zum Takt schnippen. Erst da drehte sich der Chorleiter zu seinen Zuhörern um und zeigte sich von vorne. Das hätte er ruhig früher machen können, denn er erwies sich bei seiner Ansage als sympathisch und eloquent.

Alexandra Anderka

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