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Perfekter Vorturner: Klaus Reithmeier. 

Volksfest-Endspurt

Lederhosentraining gegen den Bierbauch

Dorfen - Fitness und Volksfest – geht das zusammen? Für gemeinhin steigern Wiesnbesucher ihre Trinkfestigkeit. Allenfalls beim Maßkrugstemmen werden Muskeln aufgebaut. In Dorfen sollen die Volksfestbesucher heute bei einem Lederhosentraining etwas für ihre körperliche Fitness tun.

Volksfestzeit ist immer auch die Zeit der Gewichtszunahme. Bei Bier und Essen wächst der Bauchumfang, der Po wird vom vielen sitzen träge. Das es auch anders gehen kann, will am heutigen Samstag der Berchtesgadener Personal Trainer Klaus Reithmeier zeigen. Um 18 steht in der Festhalle eine Stunde lang Lederhosentraining auf dem Programm.

Training in Tracht – das klingt total durchgeknallt. Doch das Lederhosentraining von und mit Klaus Reithmeier hat in München längst Kultstatus erreicht. Bis zu 800 Sportbegeisterte treffen sich wöchentlich im Englischen Garten, um gemeinsam in Lederhosen und Dirndl die Fitness zu verbessern. Das eigene Körpergewicht wird als Widerstand genutzt, um Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit vor allem im Bereich der Bauch- und Rückenmuskulatur zu stärken. Auch für die Waden gibt es Übungen. Letztlich soll damit auch der Bierbauch schrumpfen.

Wer sich nach der Stunde Fitnesstraining noch stark genug fühlt oder erst richtig Kraft bekommen hat, der kann sich auf der Bühne beim „Stoaheben“ beteiligen. Ein Gutschein über 50 Maß Bier wartet auf den Sieger. Nach Genuss des Gerstensaftes dürfte dann aber die zuvor erworbene Fitness wieder Vergangenheit sein . . .

Schon vor Fitnesstraining und „Stoaheben“ gibt es im Volksfestrahmenprogramm einige Gaudi. Ab 12 Uhr mittags finden im städtischen Freibad Schwimm- und Rutschwettbewerbe der Wasserwacht Dorfen statt. Um 15.30 Uhr werden auf dem Gelände des TSV Dorfen die „Dorfener Dantelkönige 2016“ gesucht. Kinder und Erwachsene können an mehreren Stationen antreten und ihre Geschicklichkeit am Ball beweisen.

Von 17 bis 22 Uhr findet am Unteren Markt ein Nachtflohmarkt statt. Für einen bayerische-stimmungsvollen Abend will ab 20 Uhr dann die Band „Münchner G’schichten“ in der Festhalle sorgen. Die Partyband ist vom Münchner Oktoberfest bekannt und gilt als Garant für gute Stimmung.

Am morgigen Sonntag steigt in der Festhalle dann zunächst eine große Kartlerschlacht. Der Dorfener Anzeiger, Festwirte, Brauerei Bachmayer und die Stadt suchen den Dorfener Schafkopfmeister. Das Turnier beginnt um 9.30 Uhr, Kurzentschlossene können sich noch ab 8.30 Uhr zum Mitspielen anmelden. Dem Sieger winken 1000 Euro in bar. Ab 11.30 Uhr spielt die Stoaberger Musi dann zum Mittagstisch auf.

Schützenzug und Wiesnmadl-Wahl

Der Nachmittag steht dann ganz im Zeichen des Schützenwesens. Um 13 Uhr findet am Unteren Markt ein Standkonzert statt, vom Ruprechtsberg aus schießen Böllerschützen und kündigen damit den großen Schützenzug an, der um 14 Uhr startet. Organisiert vom Schützengau Dorfen ziehen hunderte schützen durch die Stadt. Der Weg zur Festhalle wird von mehreren Blaskapellen und Pferdegespannen begleitet. Ab 18 Uhr spielen in der Festhalle dann die Isentaler Spitzbuam zum Volksfestausklang auf. Als Höhepunkt des Abends wird um 21.30 Uhr das Wiesnmadl gewählt. Die Siegerin wird das Werbegesicht für das Volksfest 2017.

Ruhiges und friedliches Volksfest

Die Stadt Dorfen ist bislang mit dem Verlauf des Volksfestes sehr zufrieden. „Einfach super“, sagt Anita Feckl, Leiterin des Ordnungsamtes und Organisatorin der Dorfener Wiesn. Bis jetzt habe es weder negative Vorkommnisse, noch Beschwerden gegeben. Auch Festwirte und Budenbetreiber hätten sich bei der Schaustellerbesprechung nur positiv geäußert und seien mit dem Geschäft zufrieden. Ein Lob hat es laut Feckl auch vom Landratsamt gegeben. Die Lebensmittelhygiene in der Festhalle und den Verkaufsbuden sei als sehr gut eingestuft worden.

Zufrieden ist auch die Polizei. Hans Rumpfinger, Vizechef der Dorfener Inspektion, spricht von einer „sehr ruhigen“ Wiesn. Die Polizei ist beim Volksfest sowohl mit uniformierten Beamten als auch mit Einsatzkräften in Zivil vertreten. Bislang gab es keine besonderen Vorkommnisse.

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