Neuer Wohnraum entsteht: Das Areal am östlichen Ortsrand von Grüntegernbach erstreckt sich nördlich der Grünbacher Straße. Foto: Weingartner

Baugebiet Grüntegernbach Ost

Platz für 32 Parzellen

Dorfen – Wohnraum schaffen auch in den Ortsteilen ist Ziel im Bauausschuss des Dorfener Stadtrates.

Ein Genehmigungsverfahren läuft für das neue Wohnbaugebiet „Grüntegernbach Ost“ am Ortsand zwischen Grünbacher Straße und Ortsdurchgangsstraße. Im Bauausschuss wurden behördliche und private Stellungnahmen abgewogen und dann der Bebauungsplanentwurf gebilligt sowie eine erneute öffentliche Auslegung beschlossen.

Für Unverständnis sorgte im Bauausschuss der Zweifel des Landratsamtes, das trotz Begründung der Verwaltung erneut verlange, den Baubedarf nachzuweisen. Dorfen habe allgemein das politische Ziel von rund 1,4 Prozent Wachstum jährlich, erinnerte Bauamtsleiter Franz Wandinger. Dazu gehöre auch Grüntegernbach. Bauplätze seien alleine schon wegen des Siedlungsdrucks rar, auch in den Außenbereichen, und freie Wohnungen gebe es so gut wie keine. Einig war man sich, der Bedarf für Bauplätze vor allem für Einheimische, die am Ort bleiben wollen, sei klar gegeben. Entsprechend müsse die Kommune mit Bauleitplanung reagieren. Bürgermeister Heinz Grundner (CSU) meinte, dass die Forderung des „Bedarfsnachweis arg eng ausgelegt“ sei.

Durch die Verlegung einer Erschließungsstraße ist es gelungen, dass im Areal an der Grünbacher Straße auf den geplanten 32 Parzellen zwei weitere Doppelhaushälften entstehen können. Mehr Innenverdichtung sei „nicht mehr möglich“, sagte Wandinger. Nur bei einer Parzelle im nördlichen Areal wäre statt einem Einzelhaus ein Doppelhaus realisierbar. Dem wurde zugestimmt. Der Einwand, die Grundstücke seien zu klein, sah der Ausschuss nicht. Die Parzellen haben Größen zwischen 300 und rund 600 Quadratmeter. „Eine gute Mischung“, sagte Wandinger.

Ein weiterer privater Einwand sah durch das neue Baugebiet Hochwassergefahr entstehen. Auch Martin Heilmeier (LDW) hegte derartige Befürchtungen. Berechnungen des Wasserwirtschaftsamtes hätten in Zeilhofen-Ost „nicht gestimmt“. Er vermutete, dass als Berechnungsgrundlage nur fünfjährige Hochwasserereignisse verwendet wurden. Er forderte, dass zehnjährige Hochwasserereignisse für die Schutzmaßnahmen zugrunde gelegt werden müssen.

Wandinger entgegnete, es bestehe kein Grund, dass es zu Problemen mit Hochwasser kommen könnte. In dem entsprechenden Gebiet habe man erstmals in der Phase einen bereits genehmigten Wasserrechtsbescheid des Wasserwirtschaftsamts. Und in dem Areal „haben wir eine dreifache Sicherheit“.

Hermann Weingartner

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