Neues Dorfener Wiesnmadl gewählt: (v. l.) Moderator Jürgen Häusler, Lydia Thommes (2.), Siegerin Christina Stadler, Nicole Neumeier (3.), Wiesnmadl 2016 Nina Wolfsbauer und Festwirt Robert Eicher. Foto: Hermann Weingartner

140. Dorfener Volksfest

Tolles Finale und ein neues Wiesnmadl

Dorfen - Nach zehn Tagen friedlich, fröhlichem Feiern ging am Sonntag das 140. Dorfener Volksfest mit einem letzten Höhepunkt zu Ende. Bei der Wahl zum Wiesnmadl 2017 plärrten die Besucher in der Festhalle am lautesten für Christina Stadler, die damit Nina Wolfsbauer ablöst.

Das zweite und letzte Volksfestwochenende bescherte den Festwirten noch mal kräftigen Besuch. Die Dorfener hatten Lust zum Feiern – und zwar ohne Stress. Laut Dorfens Polizei war „es eine sehr friedliche und ruhige Wiesn“. 

Sonntagabend, beim Wiesn-Finale, saßen gegen 22 Uhr auch noch einige der Teilnehmer vom großen Nachmittags-Schützenzug in der gut gefüllten Festhalle, als Moderator Jürgen Häusler die mit Spannung erwartete Wiesnmadl-Wahl ankündigte. Wie jedes Jahr war in der Halle ein „Applausometer“ installiert, mit dem dann die Beifallslautstärke für jede der drei Finalistinnen gemessen wurde. Zunächst hatten sich insgesamt fünf hübsche Bewerberinnen als neues Wiesn-Madl beworben. Entertainer Häusler lobte, „es gehört scho a Portion Mut dazu mit z’macha“.

Ins Rennen gingen unter anderem Lydia Thommes (18) aus Oberdorfen, Nicole Neumeier (24) aus Rosenöd und Christina Stadler (19) aus Schwindkirchen. Das Trio schaffte es ins Finale. Anna Kronmüller (18, Waldkraiburg) und Christina Lehmeier (17, Dorfen) schieden vorzeitig aus und wurden von Häusler mit einem riesen Dankeschön sowie einem Blumenstrauß verabschiedet.

Die Jury um Festwirt Robert Eicher, Sabine Deml (Dorfener Modelabel sheDoes) und Bürgermeister Heinz Grundner hatte nach einer Vorauswahl die drei Mädchen für den finalen Entscheid ausgesucht. Die stellten sich dann auf der Bühne dem Votum der Festbesucher. Zum Aufwärmen rief Häusler einen „Stimmungstest“ aus, der 91,8 Dezibel (dB) ergab. Letztes Jahr waren das noch 95,1 dB.

Die Stimmung war trotzdem super, während die Kandidatinnen ihr schönstes Lächeln präsentierten und gespannt auf ihr Lärmvotum warteten. Und teilweise war es „mächtig laut, schon nahe am Düsenjet“, befand der Moderator. 2015 waren es 99,9 dB, die Wolfsbauer den Sieg brachten. Und dann richteten sich alle Blicke auf Häusler, der die Lautstärken bekannt gab. Das erste Aus gab es für Neumeier. Sie blieb mit 99,2 dB nur ganz knapp hinter Thommes (99,4 dB). Damit war klar: Wiesnmadl 2017 ist Christina Stadler. Sie schaffte erstmals den Sprung über die 100 dB „Schallmauer“ mit 103,0 dB. Dann gab es jede Menge Bussis, Glückwünsche, Geschenke, Gutscheine und ein Dirndl von „sheDoes“.

Das 19-jährige Wiesnmadl arbeitet als Veranstaltungsmanagerin im Erzbischöflichen Ordinariat München. Sie schwärmte: „Des Dorfener Volksfest ist das Beste in der Gegend. Und i bin stolz, dass i des nächstes Jahr repräsentieren darf“. Das scheidende Wiesnmadl sagte mit Wehmut: „Des war da Wahnsinn, super Stimmung, zehn Tage ein voller Erfolg“.

Ähnlich euphorisch äußerte sich Stadtchef Grundner, der keinen Wiesentag versäumt hatte. In seinem Fazit sagte er: „Alle haben intensiv feiern können“. Das Volksfest habe „zehn Tage Freude bereitet“. Zum Abschied gab es noch Dank und Lob an alle, die beigetragen haben zum „großen Erfolg“. Besonders hob Grundner seine Volksfestreferentin Anita Feckl von der Stadtverwaltung hervor, die für eine reibungslose Organisation gesorgt habe.

Hermann Weingartner

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