Begeisterten im Jakobmayer: der Zither-Manä, hier an der Mundharmonika, und Helmut Eckl (l.). Foto: Weingartner

Jakobmayer 

Ein uriges Duo ist nach 30 Jahren zurück

Dorfen – Die beiden bekannten Münchner, der Zither-Manä und Helmut Eckl, begeisterten in der Dorfener Jakobmayer-Gaststätte ganz unaufgeregt mit herrlich humoristischen Erzählungen und Zither-Musik der etwas anderen Art.

Die beiden haben vieles gemeinsam, unter anderem einen Auftritt vor Jahrzehnten in der früheren Kleinkunstbühne „Soafa“. Die hatte damals in den 80er Jahren Birgitt Binder betrieben, die heute das Kulturprogramm im Jakobmayer managt. Jetzt gab’s ein Wiedersehen. Der Zither-Manä war nach 36 Jahren und Eckl nach 30 Jahren wieder einmal zu einem Auftritt in die Isenstadt gekommen. Eckl, beliebter Münchner Turmschreiber (Poetentaler 2011) und Satiriker, ist als Urgestein der Münchner Kleinkunstszene bestens bekannt. Von Dorfen war er wohl schwer beeindruckt, denn in seinen Werken über die Kleinkunstszene der Landeshauptstadt hatte er auch der Dorfener „Soafa“ ein Kapitel gewidmet.

Wie damals hatte der Satiriker auch jetzt im Jakobmayer das Publikum sofort begeistert. Mit sonorer Stimme und staubtrockenem Humor erzählte er alltägliche Geschichten aus seinen Beobachtungen – etwa in der München U-Bahn, am Stammtisch oder beim Heimfahren mit dem Taxi.

Im Wechsel mit seinem Freund Eckl spielte Manfred Zick auf, besser bekannt als Zither-Manä aus Häuserdörfl. Der Kultmusiker macht seit 37 Jahren all das, was ihm so gefällt. Und daran ließ er auch das Dorfener Publikum teilhaben. Da staunte manch Zuhörer nicht schlecht, was der Münchner Barde so alles auf seiner Zither als Universal-Instrument erklingen ließ. Wie selbstverständlich spielt er coolen Blues, auch mal mit der Mundharmonika, und Volksmusik. Auch Hardrock geben die Zither-Saiten her. Sogar vor Pink Floyd („Shine On You Crazy Diamond“) macht er nicht halt.

Am Ende gab’s viel Beifall für die beiden älteren Herren, die frisch und spritzig daher kamen wie zwei Jungspunde. Ihr Programm bescherte dem Publikum einen amüsanten Abend und den beiden wieder eine schöne Erinnerung an Dorfen. 

prä

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